In der Debatte um Fan-Mitsprache im deutschen Fußball wünscht sich Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß von den Ultras mehr Mäßigung.

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Hoeneß zur Fan-Debatte: "Fußball auch ohne Ultras möglich"

19. Juli 2020, 14:40 Uhr
Uli Hoeneß. Foto: dpa

Uli Hoeneß. Foto: dpa

In der Debatte um Fan-Mitsprache im deutschen Fußball wünscht sich Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß von den Ultras mehr Mäßigung.

„Der Fußball gehört allen und es ist sehr wichtig, dass die Ultras begreifen, dass sie auch ein wichtiges Element sind, aber nicht alles alleine bestimmen dürfen“, sagte Hoeneß (68) in „Der Sonntags-Stammtisch“ im BR Fernsehen. „Ich bin immer für Kooperation, aber auch die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist.“

Hoeneß erinnerte an das Bundesligaspiel Ende Februar zwischen 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern, als die Partie wegen Beleidigungen von Bayern-Anhängern gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp vor dem Abbruch stand. Nach solchen Vorfällen müssten sich diese Fans nicht wundern, dass die „Vereine dagegen Maßnahmen ergreifen.“

Dass vor allem viele Ultras nach wie vor Geisterspiele strikt ablehnen, bewertet Hoeneß als bezeichnend. „Damit haben sie für mich bewiesen, dass es ihnen gar nicht so sehr um den Verein geht, sondern um sich selbst und sich auch selbst darzustellen“, befand der langjährige Bayern-Boss. „Wenn die Geisterspiele nicht stattgefunden hätten, hätten wir in der ersten und in der zweiten Liga den einen oder anderen Verein, den es nicht nicht mehr im Profifußball gäbe“, meinte Hoeneß weiter.

Fan-Bündnis weist Kritik zurück

Kürzlich hatte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eine aus seiner Sicht zu fordernde Haltung von Ultra-Fangruppierungen im deutschen Fußball kritisiert. „Wir sind jetzt leider angekommen an einem Punkt, an dem ich von den Ultras immer nur lese: Wir fordern dies, wir fordern das. Jetzt wollten sie Mitsprache bei der Debatte um die Verteilung der TV-Gelder“, sagte der Vorstandschef des FC Bayern der „Sport Bild“. Das Fan-Bündnis „Unser Fußball“ wies die Kritik zurück. „Fußballfans geben sehr viel - vor allem Zeit und Leidenschaft, alles das, was den Fußball zu mehr macht als nur zu einem Sport“, sagte Sprecher Jan-Henrik Gruszecki. „Wer das macht, der darf auch durchaus mal auf Dinge aufmerksam machen.“ dpa

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20.07.2020 - 11:10 - Der wahre Piet

ich kann den typen gar nicht ab
aber irgednwo hat er ja recht gewisse sachen sollten die ultras sich raushalten weil die von den dingen einfach keine ahnung haben ganz einfach aber ohne ultras gibt es auch nicht den fussball so wie er ist aber trotzdem jeder sollte sein bier brauen und das machen was er am besten kann
@aussverteidiger klar regieren die wie bei ner kapitalgesellschaft da es in der bundesliga nur noch 3 vereine gibt und der rest kapital oder aktiengesellschaften sind
außer mainz freiburg und schalke gibbet keinen verein mehr in der bundesliga

20.07.2020 - 10:51 - Ostwestfale

Ich möchte zu dem insgesamt sehr komplexen Thema nur Folgendes einwerfen. Herr Hoeneß und Herr Rummenigge beschäftigen sich nicht sonderlich stark mit Fanszenen und ihrer Vielschichtigkeit. Man sollte daher nicht den Fehler machen, die Bezeichnung Ultras allein mit der „organisierten“ Fan- und Stimmungskultur, oder wie es die Ultras selber sagen, „aktiven“ Fanszene gleichzusetzen. Damit haben sie sich unter den „Old-School“-Fans, das sind wohl die meisten Schreiber mich eingeschlossen hier, verständlicherweise wenig Freunde gemacht. Die Bayern-Bosse meinen mit Ultras pauschal alle kritischen Stimmen aus der Fanszene, die ein Problem damit haben, dass im Sport unter dem Deckmantel der Liberalität der Wettbewerb schlichtweg gekillt wurde. Darunter leidet auch ein Verein wie der FC Schalke, @Stan 56, der Bayern gar nicht mehr gefährden kann und mittlerweile auch die Rücklichter des zweiten großen Profiteurs dieser Entwicklung, des BVB nur von hinten sieht und weiterhin sehen wird. Es mag Leute geben, denen das gefällt. Allein weil ich nicht dazu gehöre, bin ich für Herrn Hoeneß ein Ultra.

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20.07.2020 - 10:28 - Idefix a.D.

Moin, moin zusammen!
Also, sicherlich sind einige Aktionen von den Ultras nett anzusehen, aber deswegen FORDERUNGEN zu stellen, wie z.B. die Fernsehgelder aufgeteilt werden??? Leute geht`s noch???
Ich bin da vollkommen bei Uli Hoeneß - es geht ggf auch ohne Ultras - PUNKT! Die Mehrzahl der Zuschauer kommen in`s Stadion um Fussballspiele zu sehen - herausragende Spieler wie Lewandowski, Sancho - oder auch Messis und Ronaldos und nicht weil sich da eine "kleine Gruppe" tolle Feuerwerke, Fahnen und Plakataktionen" einfallen lässt!

Das heißt nicht, dass Fans nicht ihre Meinung kundtun sollen und auch Anregungen vermitteln sollen - aber sicherlich kein Recht auf Forderungen haben!

Hier schreiben es ja einige immer wieder - bei Proficlubs handelt es sich um Wirtschaftsunternehmen und nicht von "Dorfvereinen von neben an". Das kann man gut heißen oder auch lassen, so einfach ist Tennis ;-)

1848 blau-weiße Grüße

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20.07.2020 - 09:00 - Außenverteidiger

Es gibt noch andere Sportarten. ;)

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20.07.2020 - 08:41 - asaph

Na dann:
Die spielen Fussball und keiner geht (darf) mehr hin - reicht Nicht - liebe Gemeinde!
Also! Schaltet den Fernseher , Monitor, Handy oder sonst was aus, wenn Fussball läuft!!!Bitte!
Das hilft! und dann möcht Ich mal die Kommentare von Watzke, Rummenigge & Co. hören...

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19.07.2020 - 20:08 - Außenverteidiger

Sind dazu bei Vereinen nicht Mitgliederversammlungen da? Seitdem es Vereine im Fußball gibt, gab's noch keinen echtrn Wandel zur Demokratie innerhalb eines Vereins. Denke Hoeneß und Co agieren wie bei einer Kapitalgesellschaft.

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19.07.2020 - 19:21 - derdereuchversteht07

Stan56
Natürlich muss es hier eine gesunde Mischung geben.
Und natürlich kann diese Gruppierung nicht den Takt angeben.
Letztendlich ist das Lösungswort in meinen Augen aber Transparenz.
Das heißt nichts anderes wie offen legen worüber Verein und Fans sprechen.
Wo ist man unterschiedlicher Meinung?
Welche Meinung existiert überhaupt auf der einen und auf der anderen Seite.
Das es Personen geben wird die mit der Tür ins Haus fallen, da gehe ich auch fest von aus.
Denen ist natürlich nicht zu helfen.

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19.07.2020 - 19:11 - krayerbengel

Was einer braucht oder nicht sollte jeder für sich selber entscheiden und natürlich machen die Fans im Stadion dieses Spiel besonders,aber das sollte trotzdem nicht heißen, dass sich eine bestimmte Gruppierung alles erlauben und bestimmen kann.
Und genau das hat Hoeneß gesagt und damit hat er doch recht.

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19.07.2020 - 18:33 - Stan56

@derdereuchversteht07

Niemand redet davon, die Ultras "nicht mitzunehmen" - aber die meinen ja gleich, sie könnten/müssten "mit ihren Blechtrömmelchen" den Takt im Verein angeben....

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19.07.2020 - 18:14 - derdereuchversteht07

Na ja, Herr Hoeneß damit haben sie ja nicht ganz Unrecht.
Alles hat seine Grenze bzw. Grenzen.
Aber, was für die eine Richtung gilt, gilt auch für die andere Richtung.
Jeder ist austauschbar das gilt im Berufsleben für uns alle, das gilt für sie und das gilt auch für Vereine wie den FC Bayern und BVB.
Menschen können da auch sehr flexibel sein.
Wir wissen ja alle, dass es mal Vereine gab, die waren mal eine richtige Marke.
Der HSV, der VFB, der 1.FC, der Club usw.
Noch schwimmen sie oben und sollten bedenken der Fan bestimmt welche Musik gespielt wird.
Sollte die breite Masse kein Interesse mehr an Sky und DAZN haben wird es eng.
Man darf jedenfalls gespannt sein auf welche Geldverteilung man sich einigen wird.

Früher war das ja alles etwas anders.
Da hat einer im Stadion drei Bier getrunken und fing an zu singen.
Und dann haben alle mitgesungen.
Und, wenn dann einer noch so ein Organ wie unser Loddar hatte dann war die West aber am Wackeln.
Heute ist das ja alles etwas anders.
Da gibt es Fangruppen die sich bis ins Detail organisieren.
Also mit Choreo, Liedes gut, Blechtrömmelchen, Megaphönchen, Outfit usw. und so fort.
Wohlgemerkt wir reden hier nicht von den Idioten die wir nicht im Stadion haben wollen.
Wenn man diese Fangruppen (Ultras), die in der Regel hinter dem Tor stehen nicht mitnimmt wird man ein Problem haben.

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19.07.2020 - 17:29 - Spieko

@ Nathan
Sie sind wirklich zu naiv und schwätzen immer das Gleiche...

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19.07.2020 - 17:08 - Außenverteidiger

Au man Nathan. Wieso sollen sie ihr Geld nicht ausgeben? Ob ich mein Hobby zum Beruf machen kann und Geld dafür erhalte oder nicht ist schon ein Unterschied. Für dein Kind wählst du doch auch nicht die schlechteste Schule usw aus. Wer bei DFL Vereinen lernt, ist schon einmal an der Quelle.

Die Fragestellung müsste ganz anders lauten: Warum haben Fußballvereine genug Geld, um derart viel in die Zukunftsspekulation zu investieren. Spekulationen sind nie gut in einem Wirtschaftssystem. Ob an den Börsen oder sonst wo. Da müsste ein Regelhüter über Steuern, Haftstrafen o. eingreifen.

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19.07.2020 - 16:47 - Stan56

Stimmt, Typen wie Hoeneß braucht (außer dem FC Bauern) niemand - aber überkandidelte Ultras, die meinen, alles müsse nach "ihrem Kopf" gehen, braucht der Fußball ansich auch nicht....!

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19.07.2020 - 16:25 - Nathan

@ Spieko
Genau wie Schwatzke und Konsorten die mit dem Geld Koffer zu den Eltern fahren um junge Spieler zu ködern.
Diese Typen braucht keiner da hast Du vollkommen Recht.

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19.07.2020 - 16:22 - Außenverteidiger

Dafür gibt's einen Fachbegriff: Steuersünder. Wer einem demokratischen Staat, also den Wählern, überlebenswichtige Einnahmen für seinen Erhalt entzieht, ist sowieso in anderen Kategorien einzuordnen.

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19.07.2020 - 15:54 - Spieko

Ja, diesen Menschen wie Hoeneß und Co. denken nur an das Geld...er sollte sich mal aus dem Ganzen raushalten. Seine Meinung interessiert keinen mehr und daher geht Fußball auch ohne diese Typen wie ihn.

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19.07.2020 - 15:17 - ralf26

Das zeigt mal wieder, dass es den Großkopferten nicht um die Fans geht sondern nur um die Kohle geht. Fussball geht auch ohne Herrn Hoeness.