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Essener Junge: Nico Lucas wird in der Regionalliga West fündig

02. Oktober 2020, 15:52 Uhr
Nico Lucas trug 13 Jahre lang das Trikot von Rot-Weiss Essen. Foto: Thorsten Tillmann

Nico Lucas trug 13 Jahre lang das Trikot von Rot-Weiss Essen. Foto: Thorsten Tillmann

Nico Lucas befand sich mehrere Monate auf Vereinssuche. Nun hat der 23-jährige gebürtige Essener einen neuen Klub gefunden. Der Defensivspezialist wird in der Regionalliga West spielen.

Von Aalen nach Ahlen: So könnte die Überschrift bei Nico Lucas auch lauten. Denn der Essener Junge spielte bis zur Corona bedingten Unterbrechung in der vergangenen Saison beim Südwest-Regionalligisten VfR Aalen. Ab sofort wird Lucas für Namensvetter Rot Weiss Ahlen in der Regionalliga West auflaufen. Das erfuhr RevierSport.

"Ja, das stimmt. Wir freuen uns, dass Nico Lucas bei uns unterschrieben hat. Er ist ein junger Spieler, der aber mit knapp 100 Spielen über große Erfahrung in der Regionalliga verfügt. Wer für Rot-Weiss Essen über 80 Begegnungen absolviert, der kann nicht so schlecht sein. Für uns ist Nico eine große Verstärkung", bestätigt Ahlens Trainer Björn Mehnert die Verpflichtung gegenüber dieser Redaktion.

Lucas verließ Essen im Sommer 2019 Richtung Aalen

Lucas verbrachte im Nachwuchs und bei den Profis insgesamt 13 Jahre bei RWE. Nach 84 Pflichtspielen verließ er Essen im Sommer 2019 in Richtung Aalen. In Baden-Württemberg absolvierte Lucas, eigentlich als defensiver Mittelfeldspieler bekannt, zwölf Liga-Partien als Linksverteidiger. "Mal schauen, wo wir ihn einsetzen. Wir werden sehen, wo wir Bedarf haben und auf welcher Position sich Nico am wohlsten fühlt. Er ist da sehr flexibel. Das gefällt mir", sagt Mehnert.

Dass Lucas bereits am Samstag im Auswärtsspiel beim Bonner SC, der nach RevierSport-Informationen auch Interesse an Lucas bekundete, schon im RWA-Kader stehen wird, glaubt Mehnert nicht. "Das wird sehr eng mit der Spielberechtigung. Ich glaube nicht, dass das noch klappt", sagt er.

Robin Hoffmann löst Vertrag auf

Während Nico Lucas kommt, verlässt mit Robin Hoffmann ein Spieler den Aufsteiger aus dem Münsterland. Der 29-Jährige, der im zentralen Mittelfeld zuhause ist, stieß erst am 1. Juli 2020 vom ASC Dortmund zur Ahlener Mannschaft dazu und geht nun wieder. "Robin kam in dieser Saison noch nicht zum Einsatz. Er ist beruflich sehr eingespannt und konnte nicht an jeder Trainingseinheit teilnehmen. Das hat für beide Seiten keinen Sinn mehr gemacht. Wir wünschen Robin alles Gute", erklärt Mehnert.

Am Samstag in Bonn

Vom Auftritt in Bonn am Samstag erwartet Mehnert einiges. Auch wenn er seine Schützlinge vor der BSC-Mannschaft warnt. "Die Bonner haben sich ihre Saison sicher anders vorgestellt, sie haben mit einigen Verletzungen zu kämpfen und werden jetzt etwas unruhig. Gegen Dortmund hat Bonn aber einen Punkt geholt. Das zeigt wieder, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann", sagt er.

Erst jüngst sorgten die Bonner mit dem Transfer von Nils Teixeira - 110 Zweitliga- und 110 Drittligaspiele - für großes Aufsehen.

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