Ein ehemaliges Ehrenratmitglied des FC Schalke 04 zweifelt an der Nachhaltigkeit des ausgerufenen Wandels bei dem angeschlagenen Fußball-Bundesligisten.

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Ehemaliges Mitglied des Schalker Ehrenrats: Ziel des Vereins unklar

18. September 2020, 08:23 Uhr
Foto: firo

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Ein ehemaliges Ehrenratmitglied des FC Schalke 04 zweifelt an der Nachhaltigkeit des ausgerufenen Wandels bei dem angeschlagenen Fußball-Bundesligisten.

 Nach dem Abschied des langjährigen Schalke-Aufsichtsratschefs Clemens Tönnies sei sie „sehr gespannt, ob die Emanzipation von den alten Strukturen und Gepflogenheiten gelingt, weil Tönnies den Verein schon sehr dominiert hat“, sagte Kornelia Toporzysek der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Einige Äußerungen schüren durchaus Hoffnungen, aber bisher erkenne ich keine neue Perspektive. Ich kann nicht erkennen, wo der Verein eigentlich hinwill“, sagte sie.

Die Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf war vor etwa einem Jahr aus dem Ehrenrat zurückgetreten. Sie war damals mit den Entscheidungsprozessen nicht einverstanden, nachdem sich Tönnies rassistisch geäußert hatte und vom Ehrenrat für drei Monate gesperrt worden war.

Toporzysek sagte, die beiden Vorstände Jochen Schneider und Alexander Jobst verdienten einen Vertrauensvorschuss nach dem versprochenen Neuanfang. Auch der neue Aufsichtsratschef Jens Buchta sei in seiner Führung des Gremiums „ein Gegenentwurf zu Tönnies, das macht erst mal einen guten Eindruck auf mich“. Sie habe „die Hoffnung, dass er seine Aufgabe als Jurist angeht und sich wirklich darauf besinnt, worin die Aufgabe des Aufsichtsrats besteht: auf die Kontrolle klar definierter Vorgänge auf der operativen Ebene“, sagte sie. „Aber Jens Buchta war eben auch immer einer der engsten Vertrauten von Tönnies im Aufsichtsrat.“ dpa

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22.09.2020 - 00:26 - Schalker1965

18.09.2020 - 13:06 - easybyter

"... Die Mannschaft ist gut genug aufgestellt, um in der Bundesliga mitzuspielen. Man bedenke, wer in der Rückrunde alles langfreistig ausgefallen ist und welche Qualität die Rückkehrer im Moment entwickeln."

Seit Freitag und dem 0:8 gegen die Bayern schweigst du. Sollte dir etwa von der irren Qualität der Rückkehrer das Wort im Halse stecken geblieben sein?

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18.09.2020 - 18:57 - Kuk

Nach meiner Einschätzung war niemand auf den Rücktritt Tönnies vorbereitet.
Daher gab es auch keinen Plan B in er Schublade.
In so einer Situation ist meine Erwartung an die Verantwortlichen, dass sie eine strategische Ausrichtung und Zielsetzung zunächst erarbeiten und gründlich vorbereiten.
Erst danach steht die öffentliche Diskussion und Entscheidung an.

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18.09.2020 - 17:48 - AloaGoa

Von elf Kommentaren ist wirklich nur ein sachlicher Kommentar dabei, den man so unterschreiben kann. Danke easybyter. Trefflicher hätte man es nicht formulieren können.

Ich kann den Einwand von Frau Toporzysek aber schon verstehen, dass von der Führung nach außen hin nicht klar formuliert wurde, wo man mit dem Verein hin möchte und wie man den Weg dorthin beschreiten möchte. Im Endeffekt muss die Führung dazu auch keine Rechenschaft ablegen, aber nach den jüngsten Turbulenzen würde ich mir diesbezüglich vom Vorstand etwas mehr Kommunikation nach außen wünschen. Aber letzten Endes bin ich einfach nur froh, dass momentan etwas mehr Ruhe eingekehrt ist. Ich hoffe, dass das so bleibt und auch das Schalker Umfeld etwas ruhiger wird und die momentan wirkenden Person jetzt einfach mal machen lässt.

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18.09.2020 - 16:36 - KB1904

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18.09.2020 - 16:08 - jso59

@KB1904

Dumm sein ist nicht leicht, die Konkurrenz ist heutzutage sehr GROß!

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18.09.2020 - 15:52 - KB1904

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18.09.2020 - 15:21 - PottIn

Ich verstehe diesen Artikel nicht. Frau Toporzysek erkennt momentan nicht, wo der Verein eigentlich hin will. Gleichzeitig erkennt sie die positiven Veränderungen im Aufsichtsrat und ist auf die Entwicklung, die ein wenig Zeit braucht, gespannt. Ja, genau.
Ich sehe es ebenfalls wie easybyter, bis auf die Besetzung der Trainerposition. Die Mannschaft, vorausgesetzt sie treten als Mannschaft auf, muss sich hinter keiner Truppe ab Platz 6 verstecke. Wagner ist in meinen Augen leider nicht bundesligatauglich.
GlückAuf

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18.09.2020 - 13:06 - easybyter

Interessant ist wieder, dass für die Schlagzeile eine kritische Äußerung gewählt wird, sie äußert sich ja sehr differenziert und ich gebe ihr recht, dass Schneider und Jobst sowie der neue Aufsichtsratsvorsitzende einen Vertrauensvorschuss verdient haben. Mein Eindruck ist, dass sehr viel Vernunft in die Gremien eingekeht ist und dass man mit Augenmaß an die Sache herangeht. Ich weiß auch nicht, wieso hier immer wieder Neider des FC Schalke vom Abstieg träumen. Die Mannschaft ist gut genug aufgestellt, um in der Bundesliga mitzuspielen. Man bedenke, wer in der Rückrunde alles langfreistig ausgefallen ist und welche Qualität die Rückkehrer im Moment entwickeln.

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18.09.2020 - 12:56 - lapofgods

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18.09.2020 - 11:55 - KB1904

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18.09.2020 - 11:46 - jso59

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18.09.2020 - 11:30 - KB1904

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18.09.2020 - 10:28 - iapofgod

Das Ziel von Schalke?
Überleben, die Insolvenz vermeiden und den Abstieg in die Oberliga zu vermeiden. Das alles wird schwer genug.

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18.09.2020 - 10:00 - jso59

sei sie „sehr gespannt, ob die Emanzipation von den alten Strukturen und Gepflogenheiten gelingt, weil Tönnies den Verein schon sehr dominiert hat“

und genau hier gilt es alte Zöpfe abzuschneiden den C.T ist ein Machtmensch der keine Ruhe geben kann!
Diese Frau ist Richterin am OLG Düsseldorf das soll doch etwas heissen bzw. sie weiß von was sie redet!
C.T raus aus Schalke den dieser Mann wird weiter versuchen mit Schalke seine Vorteile (Geld) wahr zu nehmen.
eins zuletzt wer soviel Dreck am Stecken hat kann und darf niemals mehr auf Schalke etwas zu sagen haben PUNKT.
200 Millionen Schulden in 20 Jahren zu hinterlassen ist Verbrecherisch.
200.000.000€

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