Bezirksliga Niederrhein 6

Dramatik pur im Abstiegskampf

Ole Linder
29. Mai 2019, 19:29 Uhr

Foto: Michael Gohl

Einen Spieltag vor dem Ende der Saison können drei Mannschaften der Bezirksliga Niederrhein 6 noch in die Relegation abrutschen. 

Bereits vor einigen Wochen hatte unsere Redaktion die Tabellenkonstellation aufgelistet. Vor den letzten 90 Minuten der Saison hat sich tabellarisch allerdings wieder einiges verändert. VfB Essen-Nord, DJK St. Winfried Kray und Schonnebeck II sind bereits abgestiegen. Drei Teams zittern. Eine Übersicht.


13. Platz: SSVg Velbert II, 64:96 Tore, 37 Punkte
Die Form: Bei unserer letztmaligen Auflistung stand Velbert noch auf dem 17. Tabellenplatz. Mittlerweile hat sich die Zweitvertetung der Oberligamannschaft hochgearbeitet und die Teams aus Kray und Essen-Nord zu Absteigern deklariert. Der Grund dafür liegt auf der Hand: die letzten drei Partien wurden alle gewonnen, darunter der Abstiegsthriller gegen Heisingen.

Der finale Gegner: Die Velberter reisen am letzten Spieltag zum Tabellenzweiten nach Steele. Die dort ansässige Spielvereinigung hat am letzten Sonntag das Topspiel gegen BW Mintard verloren und musste somit die Aufstiegsambitionen begraben. Es ist unklar, inwieweit Steele das für sie sportlich bedeutungslose Spiel angeht. Im Hinspiel triumphierten jedenfalls die Velberter mit 2:1.

Die Chancen: Trotz der punktetechnisch besten Ausgangslage müssen die Velberter ziemlich um den Klassenerhalt bangen. Grund dafür ist die schlechte Tordifferenz und die schwache Defensive. Selbst ein Unentschieden würde nicht reichen, sollten Heisingen und Mülheim ihre Spiele gewinnen. Bei einem Sieg ist Velbert gerettet. Im Falle einer Niederlage müssen die Velberter auf Schützenhilfe hoffen.

14. Platz: Heisinger SV, 59:80 Tore, 36 Punkte
Die Form: Ähnlich schwach wie die der Mülheimer. Ein Sieg aus den letzten fünf Begegnungen beschert dem HSV Platz 14. Hätte man das Spiel gegen Velbert am letzten Wochenende gewonnen, wäre man gerettet gewesen.

Der finale Gegner: Heisingen empfängt am 34. Spieltag den Vogelheimer SV. Dieser durchlebt eine für seine Ambitionen enttäuschende Spielzeit und wird die Saison auf Platz sieben beenden. Das Hinspiel kann dem Heisinger SV auf alle Fälle keine Hoffnungen machen: Dort unterlag man mit 1:5.

Die Chancen: Die Ausgangslage ist klar definiert: Bei einem Sieg ist Heisingen gerettet. Bei einer Punkteteilung oder Niederlage muss Heisingen darauf hoffen, dass Mülheim entweder nicht gewinnt oder keinen hohen Sieg (mit drei Toren Abstand) einfährt.

15. Platz: Rot-Weiß Mülheim, 62:81 Tore, 35 Punkte
Die Form: Die Mülheimer belegen zurzeit den ungliebten Relegationsplatz 15. Aus den letzten fünf Spielen gab es nur einen Sieg. Aber: den holten die Rot-Weißen am vergangenen Wochenende im Kellerduell gegen den VfB Essen-Nord. Die Moral stimmt also.

Der finale Gegner: Am letzten Spieltag empfangen die Mülheimer den Tabellen-12. SC Frintrop. Die Frintroper machten unter der Woche negativ auf sich aufmerksam, als sie den zukünftigen Trainer Dennis Herrmann kurzfristig entließen. Sportlich lief es für den SC ebenfalls nicht gänzlich rund, theoretisch könnten sie am letzten Spieltag noch auf Platz 14 abrutschen. Das Hinspiel gewann Frintrop mit 2:0.

Die Chancen: Die Ausgangslage ist klar: Mülheim muss punkten, um die drohende Relegation zu verhindern. Im Falle einer Heisinger Niederlage mit mehr als drei Toren würde auch ein Unentschieden reichen. Sollte Mülheim verlieren, ist die Relegation unabwendbar.

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