Mit großen Vorschusslorbeeren wechselt Erling Braut Haaland von RB Salzburg zu Borussia Dortmund. Ex-Bundesliga-Torjäger Jörn Andersen hält viel vom BVB-Zugang und erklärt, was Haaland von Norwegen-Talent Martin Ödegaard unterscheidet. 

"Ich habe ein gutes Gefühl"

Das denkt Ex-Bundesliga-Torjäger Andersen über Haaland

Justus Heinisch
30. Dezember 2019, 20:50 Uhr
Ein gewohntes Bild: Erling Braut Haaland bejubelt ein Tor. Der Norweger wechselte zu Borussia Dortmund. Foto: dpa

Ein gewohntes Bild: Erling Braut Haaland bejubelt ein Tor. Der Norweger wechselte zu Borussia Dortmund. Foto: dpa

Mit großen Vorschusslorbeeren wechselt Erling Braut Haaland von RB Salzburg zu Borussia Dortmund. Ex-Bundesliga-Torjäger Jörn Andersen hält viel vom BVB-Zugang und erklärt, was Haaland von Norwegen-Talent Martin Ödegaard unterscheidet. 

Im Winter 2015 wurde der Norweger Ödegaard von zahlreichen Top-Klubs aus ganz Europa gejagt. Der damals 16-Jährige wechselte schließlich zu Real Madrid. Bei den Königlichen blieb der Durchbruch allerdings aus. Zwei Jahre später wurde er zum sc Heerenveen ausgeliehen, ehe eine weitere Leihe zu Vitesse Arnheim folgte. Erst in dieser Saison scheint der 21-jährige Offensivspieler sein Potenzial vollends abrufen zu können - bei Real Sociedad in der ersten spanischen Liga.


In den vergangenen Monaten machte ein weiteres norwegisches Talent auf sich aufmerksam und spielte sich ins Blickfeld diverser Spitzenmannschaften: der 19-jährige Haaland. Bei RB Salzburg traf er in dieser Saison bislang in 16 Spielen 14 Mal, erzielte zudem acht Tore in der Champions League. Borussia Dortmund verkündete vor wenigen Tagen die Verpflichtung Haalands. Ein Coup. 

Schritt für Schritt

Landsmann Jörn Andersen erklärte nun gegenüber "Sport1", was Haaland von Ödegaard unterscheidet. 


Haaland wechselte mit 17 aus der dritten Liga zum norwegischen Top-Klub Molde FK. "Mit 18 Jahren wurde er während er Schulzeit ein Superstar in Norwegen. Dann kam der nächste Schritt nach Salzburg, das war sehr clever. Obwohl er damals schon Angebote aus großen Ligen hatte", sagte Andersen über Haaland. "Bei Odegaard war es eine ähnliche Situation. Nur wählte er vor einigen Jahren einen anderen Weg, wollte zu schnell zu viel, und ging für viel Geld nach Madrid."

Andersen, der unter anderem Trainer bei Rot-Weiß Oberhausen, Mainz 05 und der nordkoreanischen Nationalelf war, sagte bei "Sport1" weiter: "Bryne, Molde, Salzburg, jetzt Dortmund - und nicht gleich Juventus oder Manchester United. Das finde ich gut. Und es ist wirklich sehr klug von ihm und seinen Beratern."

Der 56-Jährige, der mit Haalands Vater befreundet ist, glaubt, dass der Stürmer beim BVB einschlagen wird: "Ich habe ein gutes Gefühl bei diesem Transfer. In diesem vollen Stadion zu spielen, das hat ihn heiß gemacht auf den BVB. Das motiviert ihn." 

Gefragter Spielertyp

Andersen ist voll des Lobes. "Haaland hat alles. Er ist noch jung, physisch stark und klar im Kopf, sehr groß, kopfballstark, schnell und hat auch eine super Einstellung", sagte er über das Talent gegenüber "Sport1". "Sein Vorteil ist, dass er groß und schnell ist. Er ist auch unheimlich schnell im Kopf, wie er im Spiel denkt. Und er hat auch einen starken linken Fuß."

Haalands Spielweise könne dem BVB gut tun: "Da gibt es eine starke Mannschaft, aber keinen Mittelstürmer. Da fehlte ein Vollstrecker. Wenn sie einen solchen gehabt hätten, dann würde der Klub in der Tabelle viel weiter vorne stehen. Haaland kann genau der Typ sein, den Dortmund braucht." Andersen selbst muss es wissen. Immerhin wurde er in der Saison 1989/90 bei Eintracht Frankfurt Bundesliga-Torschützenkönig.

Hier finden Sie alle News zu Borussia Dortmund

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren

31.12.2019 - 02:00 - Tief_im_Westen

Vielleicht sollte irgendwer dem Andersen mal erzählen, dass der BVB schon einen Mittelstürmer hat, sogar einen sehr treffsicheren. Dieser wurde nur oft nicht eingesetzt, weil Favre nichts von Mittelstürmern hält und lieber zuschaut wie Chancen verballert werden. Aber wen er dann mit Fakten kommen würde, könnte er deine wirren Analysen im Doppelpass nicht mehr bringen, die ja auch noch regelmäßig mit unlustigen Anekdoten untermalt werden.