Dem MSV ist in Frankfurt ein super Start gelungen. Wer braucht schon Vágner Love, wenn es doch Sandro Wagner gibt? Stuttgart vielleicht, die Zebras aber nicht!

Der MSV-Fanblog

Wer braucht schon Vágner Love?

Moritz Rieckhoff
11. August 2009, 08:47 Uhr

Dem MSV ist in Frankfurt ein super Start gelungen. Wer braucht schon Vágner Love, wenn es doch Sandro Wagner gibt? Stuttgart vielleicht, die Zebras aber nicht!

Der VfB wollte vor der Saison viele Stürmer haben. So war auch Moskaus brasilianischer Stürmer-Star Vágner Love bei den Schwaben kurz ein Thema. Sandro Wagner stand glücklicherweise (noch) nicht auf dem Wunschzettel von Stuttgarts Manager Horst Heldt. Und das ist auch gut so, denn der Duisburger Stürmer spielte den FSV gestern alleine schwindlig.

Wagner-Festspiele

Sensationell, wie der "Lange" die Abwehr der Frankfurter ein ums andere Mal in Verlegenheit brachte. Doch nicht nur die beiden "Buden" des ehemaligen Bayern-Kickers haben mir sehr gefallen, sondern auch die Art und Weise wie Wagner keinen Ball verloren gab und sich in die Zweikämpfe schmiss. Nichts zu sehen von dem Phlegma, das dem Goalgetter lange Zeit anhaftete. Ich bin mir sicher, in Duisburg heißt es schon bald: Wagner und der MSV in Love.
[infobox-right]Zebrastreifen weiß und blau - der MSV-Fanblog

Zugegeben recht spät im Alter von 14 Jahren stand Moritz das erste Mal auf den Treppen des Duisburger Wedaustadions. Die damalige Südgerade gefiel dem Jungen, der 1989 mit seiner Mutter und seinen zwei Geschwistern aus Stuttgart in den "Pott" gekommen war, nicht so recht. Zu kalt, zu nass und viel zu wenig los. Also wechselte Moritz das Terrain. In der legendären Duisburger Nordkurve war es zwar nicht trockener als auf dem alten Platz und selbstverständlich pfiff auch hier der Wind recht frisch, dafür war die Stimmung deutlich besser. Der MSV ist zwar längst zu dem geworden, was sich so harmlos klingend "Fahrstuhl-Mannschaft" nennt, doch Moritz ist den "Zebras" dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - treu geblieben und legt nun wöchentlich in seiner Fan-Kolumne Zeugnis über sein blau-weißes Gefühlsleben ab
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Und dass die Haltbarkeit der Beziehung Duisburg/Wagner länger ist, als etwa die des Duos Sarah & Marc in Love ist jetzt schon sicher. Wer erinnert sich nicht an Sarah Conner und Marc Terenzi, die albernen TV-Gesangssternchen, die erst vor laufenden Kameras heirateten, um sich nur kurze Zeit später - diesmal zumindest ohne Live-Berichterstattung - bereits wieder scheiden zu lassen? Wem die beiden exaltierten Ex-Eheleute nun nichts sagen, der muss sich nicht hinterfragen, sondern sollte eher glücklich sein über so viel Nichtwissen.

Starke "Krake"

Doch schnell zurück zu dem was wirklich wichtig ist, zurück zum MSV. Nicht nur unser Doppeltorschütze hat mich beim Liga-Auftakt überzeugt. Auch Tom Starke gebührt erneut ein Extra-Lob. Die "Krake" ist für mich spätestens seit der letzten Halbserie der beste Torsteher der zweiten Liga. In der Bankenmetropole ist Starke diesem Anspruch wieder voll gerecht geworden.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/018-11413_preview.jpeg Stark: "Krake" Starke (Foto: firo).[/imgbox]
Ein weiterer Gewinner ist Christian Tiffert. Kreativ, ballsicher und mit dem notwendigen Auge für den freien Mann. Erst Tifferts Sahne-Pass aus der eigenen Hälfte läutete die Wagner-Festspiele am Main ein. Doch wo so viel Lob ist, da muss auch ein wenig Kritik erlaubt sein. Die Innenverteidigung der Zebras wackelte einige Male bedenklich, vor allem Frank Fahrenhorst muss sich hier angesprochen fühlen. Dass man gegen einen stärkeren Gegner nicht so mit seinen Chancen wuchern sollte, wie es die Meidericher gestern taten, ist hoffentlich sowieso jedem klar.

Duisburg & Wagner in Love

Womit wir schon beim kommenden Freitag wären, denn dann kommt Cottbus an die Wedau. Mit im Energie-Mannschaftsbus sitzt dann auch Markus Brzenska. Wiedersehen macht Freude, heißt es. Fragt sich nur, für wen. Womöglich bekommt es der Cottbuser Innenverteidiger mit Wagner zu tun. Die Frage, bei wem die Wiedersehensfreude größer sein wird, ist für mich jetzt schon klar.

Ebenso klar ist: Wagner und Brzenska werden nicht "in Love" sein. Dafür liebt nach der Partie ganz Duisburg wieder Wagner. Den neidischen Blick nach Moskau zum dortigen Armee-Klub ZSKA haben wir in Duisburg dank unseres Wagners also gar nicht nötig.

Autor: Moritz Rieckhoff

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