Ist das bitter! Durch eine 0:2-Niederlage gegen Ahlen ist Rot-Weiss Essen trotz bester Aussichten aus der Bundesliga abgestiegen.

RW Essen U19: Neu-Trainer Berge packt es trotz Abstieg

„Wie an einem verregneten Tag“

Kerstin Börß
18. Juni 2009, 13:43 Uhr

Ist das bitter! Durch eine 0:2-Niederlage gegen Ahlen ist Rot-Weiss Essen trotz bester Aussichten aus der Bundesliga abgestiegen.

Doch den neuen Trainer Klaus Berge, der bei Vertragsunterschrift noch vom Verbleib im Oberhaus ausging, stört das weniger: „Ich habe mich für das Projekt entschieden, nicht für eine Spielklasse.“

Daher möchte der Ex-Profi auch nicht, dass wegen der neuen Umstände alles schwarz gesehen wird: „Wir wissen ja auch nicht, ob es in der Bundesliga nächste Saison gut gewesen wäre. Das ist wie an einem verregneten Tag, an dem man eigentlich ins Freibad wollte. Wer weiß denn, ob man sich da nicht einen Sonnenbrand geholt hätte?“

Ob nun im Freibad oder beim täglichen Training auf dem Platz legt Berge Wert darauf, dass die Jungs Spaß haben – unabhängig von der Klassen-Zugehörigkeit. Zudem ist die Arbeit nicht als kurzfristig zu betrachten: „Die Jungs entwickeln sich nicht fürs nächste Jahr, sondern auf lange Sicht für den Seniorenbereich.“

Dennoch muss es der Anspruch sein, den direkten Wiederaufstieg zu packen: „Wenn sich die Akteure gut weiterentwickeln, spielen wir oben mit und dann kommt der Aufstieg ganz automatisch.“

Nach 20 Jahren im Seniorenbereich hat der Trainer, der von ETB Schwarz-Weiß Essen kommt, einfach „Bock auf die Jugend“, Spielern etwas beizubringen, das Bedürfnis und Interesse bei älteren Kickern sei diesbezüglich ja eher geringer. Außerdem reizt den Mann, der auch schon die Senioren der Rot-Weissen von 1999 bis 2001 in der Regionalliga betreute, der Klub und sein Umfeld: „RWE ist geil. Ich möchte bei diesem Verein mithelfen und gestalten.“

Ob die U19 mit Berges Hilfe in nächster Zeit im Kleinwasserbecken herumdümpelt oder sich im größeren Gefilden auf Torejagd begibt, wird sich zeigen. An der Euphorie und Motivation vom Trainer dürfte es zumindest nicht scheitern.

Autor: Kerstin Börß

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