Lange Zeit, über den Spielausfall gegen den Tabellenvorletzten BV Cloppenburg nachzudenken, bleibt nicht.

RWE: Maczkowiak bleibt und bricht eine Lanze für Michael Kulm

„Auch zukünftig in Essen“

Oliver Gerulat
30. März 2009, 10:37 Uhr

Lange Zeit, über den Spielausfall gegen den Tabellenvorletzten BV Cloppenburg nachzudenken, bleibt nicht.

Am kommenden Dienstag, 31. März, wartet bereits die Zweitvertretung des VfL Bochum auf RWE. Tatort für die Nachholbegegnung des 21. Spieltags ist ab 19 Uhr das Lohrheide-Stadion in Wattenscheid. Die Prognosen der Wetterberichte geben Hoffnung, allerdings ist das Grün dort extrem „anfällig“ (O-Ton RWE-Trainer Michael Kulm). Essen präsentiert sich dann für den Rest der Spielzeit auf dem selbst gewählten Laufsteg. Spieler sollen sich für eine weitere Zusammenarbeit empfehlen, Coach Michael Kulm auch - Ergebnisse sind entscheidend.

Gültige Verträge, der Trainer ist zum Beispiel bis 2011 gebunden, werden dabei nicht maßgebend sein. „Wir wollen diese Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu Ende bringen“, legt sich André Maczkowiak fest. Der Keeper hat auch ein über die Saison hinausgehendes Arbeitspapier. „Alle können davon ausgehen, dass ich auch zukünftig für RWE spielen werde“, legt sich der 1,90-Meter-Mann nachdrücklich fest. Weitere 16 von RWE offiziell bekannt gegebene Akteure sind unabhängig von der Klasse weiter an den Deutschen Meister von 1955 gebunden.
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Einerseits sagt der ehemalige Monheimer, „in der neuen Saison wieder angreifen“ zu wollen, andererseits macht er auch klar, „die Runde noch nicht abgehakt“ zu haben. Allerdings alles ohne einen Blick auf die Tabelle zu riskieren, wo Ranglistenprimus Kaiserslautern bei zwei Spielen mehr weiter 14 Zähler Vorsprung hat, in Leverkusen beim 1:5 aber deutlich abnippelte. Dortmund scheint ohnehin der erste Anwärter auf den Aufstieg zu sein. Maczkowiak: „Wir absolvieren jetzt unsere Matches, und zwar eines nach dem anderen, achten auf nichts anderes. Was soll das auch sonst bringen? Einmal 14 Punkte Abstand, einmal neun, dann wieder elf.“

Natürlich beobachtete der RWE-Zweitliga-Aufstiegstorhüter von 2006 genau, was sich unter der Woche an der Hafenstraße abspielte. „Grundsätzlich finde ich es erst einmal gut, dass alles transparent gestaltet wird. So weiß jeder, woran er ist.“

Die Gespräche mit den Akteuren werden kommen. „Der Coach und Thomas Strunz äußerten sich auch gegenüber der Auswahl ganz deutlich, dass der Gang in die Öffentlichkeit bewusst zusammen erfolgte.“ Am Ende der Saison wird der Blick auf die Reihenfolge in der Regionalliga West erfolgen, dann wird man sehen, wer welche Argumente hat. „So ist das nun einmal in unserem Sport“, kann Maczkowiak nur ungerührt mit den Schultern zucken, „aktuell ist noch gar nichts darüber entschieden, wer bleibt, wer geht oder wer kommt.“
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Auch wenn es bei einzelnen Personalien ganz deutliche Tendenzen gibt, die kaum noch umkehrbar sind. Der Name Kulm gehört nicht dazu. Dahingehend legt sich Maczkowiak, der einen Tag nach dem Bochum-Duell 26 Jahre alt wird, weiter deutlich fest. „Ich bin davon überzeugt, er ist genau der richtige Mann für uns.“ Über die Spielzeit hinaus - wenn die Resultate stimmen, unabhängig von einem potenziellen Aufstieg.

Autor: Oliver Gerulat

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