Ob bei Niederlagen oder bei Siegen, Christoph Dabrowski ist sich seiner Verantwortung als Leitwolf durchaus bewusst.

VfL: Dabrowski erlebt seinen "zweiten Frühling"

"Ein irres Gefühl"

16. Februar 2009, 10:17 Uhr

Ob bei Niederlagen oder bei Siegen, Christoph Dabrowski ist sich seiner Verantwortung als Leitwolf durchaus bewusst.

Und so war er auch gestern nach dem Spiel wieder der erste, der vor die Notizblöcke und Mikrophone der Journalisten trat.
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Ein paar Jährchen in der Bundesliga hat er auf dem Buckel. Zur Zeit erlebt „Dabro“ gerade seinen zweiten Frühling. Da ist es logisch, dass irgendwann die Kapitänsbinde bei ihm landen würde. So emotional er sich vor dem Dery geäußert hatte - "Ich bin überzeugt, dass wir gewinnen" -, so sachlich gab er sich rund 30 Minuten nach dem Abpfiff in der Mixzone. Dabrowski: "Ich denke, es war ein verdienter Sieg. Es war nicht meine Leistung und mein Siegtor, sondern ein Erfolg der ganzen Mannschaft. Alle haben daran ihren Anteil."

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Christoph Dabrowski war schon vorher überzeugt, dass die "Ersatz-Viererkette" einen guten Job machen würde. Dabrowski: "Weil ich wusste, dass die Qualität einfach vorhanden ist." Doch selbst ein cooler Routinier verwandelt sich manchmal im Glücksgefühl zu einem Kind. Als ein Fan ihn aufforderte, nach dem Schlusspfiff ein Transparent mit der Aufschrift "Derbysieg!" über den Platz zu tragen, da ließ sich "Dabro" nicht zweimal bitten, tanzte mit Olli Schröder und dem Plakat ausgelassen über den Rasen. Dabrowski später: "Das war spontan, und ein irres Gefühl."

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Doch Dabrowski wäre nicht er selbst, wenn er trotz des Sprungs auf Platz 15 und bei aller Derbysieg-Freude nicht mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben würde: "Das ist wieder nur ein Schritt. Jetzt müssen wir uns auch am nächsten Samstag in Bielefeld behaupten." Im VIP-Raum blieb es wie bei seinen Kollegen dann auch ausnahmslos bei alkoholfreien Getränken. Kapitän Dabrowski: "Feiern können wir noch, wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben. Aber bis dahin ist es noch ein ganz weiter Weg."

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