Eigentlich diente das Freundschaftsspiel zwischen den Sportfreunden Altenbochum und Concordia Wiemelhausen vor einigen Wochen nur der Vorbereitung.

Bochum: Schiri gesperrt

"Wir fühlen uns absolut verschaukelt"

Patrick Ryg
07. Oktober 2008, 19:57 Uhr

Eigentlich diente das Freundschaftsspiel zwischen den Sportfreunden Altenbochum und Concordia Wiemelhausen vor einigen Wochen nur der Vorbereitung.

Ein netter Test - nicht mehr und nicht weniger. Im Nachhinein hatte die Partie jedoch schwerwiegende Folgen - vor allem für den Unparteiischen Rainer Jensen. Auch sein Verein wird kräftig zur Kasse gebeten und muss 750 Euro Strafe zahlen

Im Laufe des Testspiels wurde der Concordia-Kicker Knezevic wegen Schiedsrichter-Beleidigung des Feldes verwiesen. Da nach diesem Match offiziell noch keine Strafe für Knezevic verhängt worden war, setzte der Bezirksligist aus Wiemelhausen den Akteur trotzdem ein. "Wir waren der Meining den Spieler einsetzen zu dürfen", erklärte der erste Vorsitzende von Concordia Wiemelhausen, Heiner Hanefeld, das "Missgeschick".

Daraufhin wurde der Spieler wegen Schiedsrichterbeleidigung und vorsätzlichen Spielens in einer Sperrfrist mit einer Sperre von acht Wochen bestraft. "Das Maß war eindeutig überzogen", ärgerte sich Hanefeld über die Entscheidung und Geschäftsführer Peter Krolak ging noch einen Schritt weiter: "Wir fühlen uns absolut verschaukelt".

Damit nicht genug, denn der leitende Unparteiische Jensen hatte die Rote Karte gegen Knezevic aus dem Match gegen Altenbochum nicht in den Spielberichtsbogen eingetragen und wurde daraufhin vom Verband mit einer Sperre von einem Jahr bedacht und musste zudem die Hälfte der Verfahrenskosten tragen. Eine harte, aber durchaus angebrachte Strafe, die Jensen zwar hinnahm, jedoch zog er seine persönlichen Konsequenzen daraus. "Er hat sich als Schiedsrichter abgemeldet", erklärte der Vorsitzende des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses, Theo Mennecke.

Jensen wird somit wohl keine Partie mehr pfeifen, Knezevic ist aber bereits in der kommenden Woche wieder spielberechtigt und Concordia-Chef Hanefeld hofft nun, dass nach dieser aufreibenden Geschichte wieder Ruhe einkehrt: "Wir haben nichts Böses gewollt. Man kann uns Fahrlässigkeit vorwerfen, aber wir akzeptieren das jetzt und konzentrieren uns auf die sportliche Situation."

Das scheint zu funktionieren, denn die Mannschaft (Bezirksliga 13) holte nach großen Startschwierigkeiten zuletzt sieben von neun möglichen Punkten und hat damit die "Rote Laterne" erst einmal weitergegeben.

Autor: Patrick Ryg

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