Schon nach dem sechsten Spieltag hat man das Gefühl, dass der RWO-Zug unaufhaltsam in Richtung Dritte Liga düst.

Fürth entführt einen "Dreier" aus Oberhausen

"Hört sich doof an, aber wir haben gut gespielt"

Christian Krumm
26. September 2008, 20:06 Uhr

Schon nach dem sechsten Spieltag hat man das Gefühl, dass der RWO-Zug unaufhaltsam in Richtung Dritte Liga düst.

Auch bei der 0:4 (0:2)-Pleite gegen Greuther Fürth machte die Elf von Trainer Jürgen Luginger reihenweise Fehler, die die Gäste ganz clever auszunutzen wussten. Auch wenn das deutliche Resultat den Spielverlauf nicht einmal ansatzweise widerspiegelt, stehen die Oberhausener zum fünften Mal in dieser Saison ohne Punkte da.

„Es hört sich zwar doof an, aber wir haben gut gespielt“, schüttelte Luginger nach den 90 Minuten den Kopf. „Wir waren mal wieder in den entscheidenden Situationen nicht präsent genug.“ So wie Kim Falkenberg nach zehn Minuten, als er einen Kopfball zu Keeper Christoph Semmler zu kurz ließ und dieser schließlich Gäste-Stürmer Stefan Reisinger im Strafraum legte – Bernd Nehrig verwandelte eiskalt.

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„Wir haben diesmal unsere Torchancen sehr effektiv genutzt“, erklärte Fürths Coach Benno Möhlmann, der dieses Phänomen auch beim 0:2 betrachten durfte: Semmler entschärft einen Nehrig- Schuss direkt vor die Füße von Reisinger (33.). „Dabei haben wir im ersten Durchgang viele leichte Ballverluste fabriziert. Insgesamt war die Partie viel ausgeglichener als es das Resultat aussagt“, kommentierte Möhlmann fair und fügte hinzu: „Wir können mit dem, was wir auf den Platz gezeigt und dafür bekommen haben, sehr zufrieden sein.“

Die weiteren Treffer von Reisinger (69.) und dem eingewechselten Sami Allagui (76.) fielen, als RWO die Defensive aufgelöst hatte. „In den ersten 70 Minuten haben wir gut mitgehalten, die Mannschaft hat sich ohnehin verbessert gezeigt“, stellte Luginger fest. „Wir müssen nun weiter daran arbeiten.“

Autor: Christian Krumm

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