Frankfurt Galaxy hat durch eine 27:31-Heimniederlage gegen Berlin Thunder den vorzeitigen Einzug in den World Bowl verpasst. Den Hessen reicht aber ein Sieg aus den verbleibenden zwei Spielen um ins Endspiel einzuziehen.

Frankfurt verpasst vorzeitigen Finaleinzug

tok
23. Mai 2004, 11:19 Uhr

Frankfurt Galaxy hat durch eine 27:31-Heimniederlage gegen Berlin Thunder den vorzeitigen Einzug in den World Bowl verpasst. Den Hessen reicht aber ein Sieg aus den verbleibenden zwei Spielen um ins Endspiel einzuziehen.

Berlin Thunder ist in diesem Jahr in der NFL Europe das Maß aller Dinge. Der zweimalige World-Bowl-Sieger übernahm mit einem 31:27 (10:0, 7:20, 7:7, 7:0)-Sieg beim Rekordmeister Frankfurt Galaxy die Tabellenführunng und unterstrich eindrucksvoll seine Favoritenrolle für das Endspiel am 12. Juni in der Arena AufSchalke.

"Die Berliner haben gezeigt, dass sie zu Recht die Nummer eins der Liga sind", meinte Galaxy-Headcoach Mike Jones nach dem ersten Duell der beiden Football-Topteams in dieser Saison anerkennend. Überragend bei Thunder, das bereits für den World Bowl in Gelsenkirchen qualifiziert ist, war einmal mehr Quarterback Rohan Davey. Der Spielmacher zeichnete mit seinen Pässen für drei der vier Touchdowns der Berliner verantwortlich und verbesserte seine Bilanz auf insgesamt 17 Touchdown-Pässe. Der Liga-Rekord des früheren Rhein-Fire-Quarterbacks Danny Wuerfel (25/2000) ist vor den letzten beiden Spieltagen in greifbare Nähe gerückt.

Saisonrekordkulisse in Frankfurt

Vor der Saisonrekordkulisse von 30.812 Zuschauern boten die beiden Spitzenteams ein sehr unterhaltsames Spiel, das allerdings von zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war. "Wenn ich als Zuschauer im Stadion gewesen wäre und eine Menge Geld für die Karte ausgegeben hätte, wäre ich mit einem Lächeln nach Hause gegangen", meinte Thunder-Headcoach Rick Lantz, fügte aber hinzu: "Für einen Coach, vor allem für einen älteren, waren die vielen Fehler allerdings schwer anzusehen."

Insgesamt vier Ballverluste leisteten sich die Gastgeber, die nun sechs Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto haben. Deshalb wollte Galaxy-Headcoach Jones die Schuld auch nicht beim Schiedsrichter suchen, obwohl der mit einer umstrittenen Entscheidung 37 Sekunden vor Schluss die Partie entschieden hatte.

Zehn Yards vor der Berliner Endzone hatte Running Back Skip Hicks den Ball nach Meinung der Frankfurter im vierten Anlauf weit genug getragen, um einen neuen ersten Versuch zu erreichen. Doch die Schiedsrichter entschieden, dass noch ein paar Zentimeter fehlten und gaben Berlin das Ei. "Das war eine ganz klare Fehlentscheidung", meinte Tackle Patrick Venzke.

Autor: tok

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