So klar die Zukunft in der dritten Liga ist, so unsicher ist nach wie vor das Kader-Gesicht des WSV Borussia in der kommenden Saison.

WSV: Mannschaft sorgt sich um fehlende Klarheit

"Selber schuld, wenn die Wunschspieler weg sind"

gri
19. Mai 2008, 08:34 Uhr

So klar die Zukunft in der dritten Liga ist, so unsicher ist nach wie vor das Kader-Gesicht des WSV Borussia in der kommenden Saison.

"So eine Situation habe ich noch nicht erlebt, dass zwei Wochen vor dem Saisonende noch mit keinem Akteur geredet worden ist", betont Michael Lejan. Wohl wissend, dass die Verträge mit Akteuren wie Manuel Bölstler, Dennis Malura, Marco Neppe oder André Wiwerink auslaufen. "Das sind gute Jungs, auch vom Charakter her. Die wollen wir halten", erklärt Manager Georg Kreß.

Der Ankündigung sollten allerdings dringend Taten folgen, zumal sich auch Kicker mit gültigen Arbeitspapieren abwanderungswillig zeigen. Das gilt verständlicherweise für Top-Torjäger Mahir Saglik, der auch im höherklassigen Bereich Begehrlichkeiten weckt. "Ich bin erst 25, jeder möchte mal oben spielen. Das ist auch mein Ziel. Es gibt Anfragen, die Entscheidung rückt näher. Aber sie wird erst nach den nächsten beiden Partien fallen", betont der feine Techniker.

Angesichts solcher Unsicherheiten sträuben sich auch aktuellen Stammkräften wie Tim Jerat die Nackenhaare auf. "Es gibt so viele Fragezeichen. Das ist ein dringender Appell an den Verein, dass man jetzt schnell handelt", bemerkt Jerat. Sein Zusatz: "Ansonsten hat man selber Schuld, wenn die Wunschspieler weg sind."

Doch Kreß lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, erklärt stattdessen: "Wir haben bisher noch keine Gespräche mit potenziellen Neuzugängen geführt, sondern den Markt sondiert. Wir wissen, wo Möglichkeiten sind. Das gilt auch für die Clubs, die es nicht in die dritte Liga schaffen werden, da ist auch ein großes Spielerpotenzial vorhanden."

Autor: gri

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren