Verärgert, traurig, entsetzt: Auch eine Woche, nachdem dem Kreisligisten RWS Lohberg beim Gaststpiel beim VfL Duisburg-Süd Bargeld und Gegenstände im Wert von rund 3000 bis 4000 Euro entwendet wurden, herrscht dicke Luft.

Duisburg: RWS Lohberg-Spieler beim VfL Duisburg bestohlen

Fast 4000 Euro Schaden

Carina Neumann
13. Mai 2008, 20:37 Uhr

Verärgert, traurig, entsetzt: Auch eine Woche, nachdem dem Kreisligisten RWS Lohberg beim Gaststpiel beim VfL Duisburg-Süd Bargeld und Gegenstände im Wert von rund 3000 bis 4000 Euro entwendet wurden, herrscht dicke Luft.

Als die Spieler von RWS vor rund einer Woche nach Schlusspfiff in ihre Kabinen kamen, war schnell klar, dass Handys und Wertsachen entwendet wurden. Insgesamt wurden sieben oder acht Spieler bestohlen. Auf rund 3500 Euro beziffert der Club den Schaden.

Doch weil die herbeigerufene Polizei keine Einbruchsspuren sichern konnten, blühen die Spekulationen auf beiden Seiten. RWS Lohberg erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Bis heute wurde der Fall nicht aufgeklärt. „Wir haben immer versucht gute und sichere Gastgeber zu sein, und das haben wir auch von unserem Gegner erwartet", sagte Haciimamoglu Bahri, der 2. Vorsitzende des RWS Lohberg. Der Fall sei einfach nur „traurig".

Der VfL Duisburg erstattete heute Anzeige gegen Unbekannt, da der Vorfall auf ihrem Vereinsgelände stattgefunden hat. Jedoch ist man im Verein unsicher, was nun zu tun sei. Der Vorfall sei nicht nur peinlich für den Verein, sondern werfe auch ein schlechtes Licht auf den Klub - obwohl auch Ersatzspieler des RWS Lohberg Zugang zur Kabine hatten, wie man beim VfL betont.

Der VfL Duisburg zog bereits seine eigenen - etwas kuriosen - Konsequenzen aus dem Vorfall. Hans Tötheider, Vorstandsmitglied des VfL: „Wir möchten keine weiteren Spiele gegen den RWS, lieber verlieren wir dadurch einige Punkte."

Gerüchte hin, Gerüchteküche her: Fest steht, dass dies nicht der erste Diebstahl auf dem Gelände des VfL Duisburg gewesen ist. Durch frühere Erfahrungen haben die Verantwortlichen des VfL Duisburg Schilder in den Kabinen aufhängen lassen, auf denen dazu geraten wird Wertsachen nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Dies sieht der 2. Vorsitzende des RWS als weiteren Spekulationsansatz: „Es spricht für sich, dass die Notwendigkeit bestand solch ein Schild aufzuhängen."

Doch auch die Gäste müssen sich von Seiten des VfL Vorwürfe gefallen lassen, unter Umständen sogar eine Mitschuld zu tragen. Denn obwohl den Spielern des RWS dazu geraten worden ist, die Türen geschlossen zuhalten, hätten diese nach Beginn der zweiten Halbzeit offen gestanden - Lohberg widerspricht diesen Mutmaßungen. Ob der Diebstahl nun beabsichtigt oder unbeabsichtigt war, mag keine der beiden Mannschaften sagen.

Auch wenn sich beide Mannschaften vor Vorverurteilungen hüten - klären lassen wollen die Angelegenheit beide Vereine nur noch über den jeweiligen Anwalt. Ein Gespräch zwischen den Vorsitzenden ist bis jetzt nicht zu Stande gekommen.

Autor: Carina Neumann

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