Alleine schon wegen seiner gefährlichen Standard-Situationen ist die endgültige Rückkehr von Marco Christ ins Team Gold wert.

Düsseldorf: Marco Christs Tor-Gruß in den Himmel

„Der Treffer war für meine Oma“

kru
17. April 2008, 18:49 Uhr

Alleine schon wegen seiner gefährlichen Standard-Situationen ist die endgültige Rückkehr von Marco Christ ins Team Gold wert.

Das konnte der Mittelfeld-Regisseur auch beim 3:0-Sieg im Spitzenspiel gegen RW Oberhausen unter Beweis stellen. Schon nach sechs Minuten zirkelte er einen Freistoß von der Seite über Oberhausens Keeper Christoph Semmler hinweg in den Winkel. „Ich wollte ihn scharf aufs Tor bringen“, grinst das Schlitzohr. „Dass er dann so eingeschlagen ist, freut mich umso mehr.“ Sein Zusatz: „Ein geiler Treffer.“

Der Christ nun Selbstvertrauen geben soll. Aber nicht nur deshalb war er wichtig. Der Schütze: „Man hat ja gesehen, dass meine Hände beim Jubel in den Himmel gegangen sind. Dieser Treffer war für meine Oma, die vor kurzem verstorben ist.“ Die Leistung von Christ konnte sich durchaus sehen lassen, wie er auch selbst bestätigt: „Nach der langen Pause war meine Darbietung schon sehr ordentlich.“

Nur ärgerlich, dass er am kommenden Dienstag im Nachholmatch gegen Lübeck seine gute Form nicht bestätigen kann. Denn gegen die Kleeblätter sah Christ seine fünfte Gelbe Karte in dieser Spielzeit und darf deshalb nur zusehen. „Die hätte man nicht geben müssen, schließlich habe ich auch den Ball gespielt“, betont Düsseldorfs Nummer sieben, der sich im nächsten Moment über den guten Auftritt seiner Truppe freut: „Das war eine super Mannschafts-Leistung. Wir waren von Beginn an in den Zweikämpfen, jeder war willig. Das war ein wichtiger Schritt nach vorne.“

Aber die Landeshauptstädter müssen sich die Frage gefallen lassen, warum es gegen die Top-Teams der Liga besser klappt als gegen die so genannten „Kleinen“. Christs Erklärungs-Versuch: „Wir tun uns in den Spitzenspielen leichter, weil die Gegner auch gute Fußballer in ihren Reihen haben, die auch mitspielen. Das ist einfacher als gegen eine Wand mit zehn Leuten anrennen zu müssen.“

Genau das könnte der Meier-Elf in Lübeck widerfahren. „Wir müssen vom Start weg heiß sein, mit Willen an die Sache herangehen“, fordert der Ballkünstler. „Dann gehören wir zu den besten Mannschaften der Liga.“ Seine Befürchtung: „Wir müssen zusehen, dass wir früh in Führung gehen. Denn wenn es lange 0:0 steht, glauben die Lübecker an eine Überraschung.“ Und soll es mit dem Aufstieg klappen, muss man die Insolvenz bedrohten Hansestädter schlagen.

Autor: kru

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren