Der FC Maroc steht wegen Zahlungsrückständen beim Kreis Dortmund vor Aus. Noch bis einschließlich kommenden Sonntag ist der Tabellenletzte „gesperrt“.

Geldschwierigkeiten

Noch kein Spiel in diesem Jahr

Felix Guth
31. März 2008, 13:42 Uhr

Der FC Maroc steht wegen Zahlungsrückständen beim Kreis Dortmund vor Aus. Noch bis einschließlich kommenden Sonntag ist der Tabellenletzte „gesperrt“.

Weil er dem Kreis Spruchkammer-Kosten von rund 1000 Euro schuldet, durfte der Verein nach der Winterpause noch kein Meisterschaftsspiel bestreiten.

Der Club ist damit hart gestraft.: Maroc rutschte ans Tabellenende, die Mannschaft ist durch das Spielverbot entnervt. Bereits zum dritten Mal in den vergangenen drei Jahren fiel der Verein wegen Zahlungsschwierigkeiten auf. „Da können wir es den anderen Vereinen nicht verkaufen, sie dafür nicht hart bestrafen“, meint der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski. Zusätzlich zu den fünf Null-Punkte-Spielen werden dem FC Maroc am Saisonende zudem neun Punkte abgezogen, womit der Abstieg schon jetzt so gut wie sicher wäre.

Jamal Darraz, Vorsitzender und Trainer des A-Ligisten, sieht seinen Verein jedoch ungerecht behandelt. „Der Kreis macht es uns schwer, indem er das ganz Geld auf einmal fordert. Das können wir aber nicht.“ Er vermutet, dass bei anderen säumigen Vereinen anders vorgegangen werde. Beim Kampf um die Zukunft seines Vereins ist Daaraz zu allem entschlossen. „Notfalls nehme ich einen Anwalt“, sagt er.

Derzeit könne man das Geld nicht zahlen, bald werde man jedoch neue Quellen finden – dieses Versprechen gab der FC Maroc dem Kreis Dortmund bereits zweimal. Doch die Probleme kommen im Jahres-Rhythmus wieder. „Wenn sich der Verein den Spielbetrieb nicht mehr leisten kann, muss er es klar sagen“, meint Grondziewski. So lange behalte es sich der Kreis vor, seine sportrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.

Bis zum 30. April hat der erst im Sommer in die A-Kreisliga aufgestiegene Club aus der Dortmunder Nordstadt nun noch Zeit, den ausstehenden Betrag zu bezahlen. „Wir geben nicht auf“, sagt Jamal Darraz.

Durch die Sperre gerät der sportliche Wettbewerb in der Kreisliga-Gruppe 1 ein wenig ins Ungleichgewicht. Die Teams, die jetzt die kampflosen Punkte ergattern konnten, sind die Gewinner. Sollte der FC Maroc aber wieder in den Spielbetrieb eingreifen, wäre dies für die restlichen Gegner zumindest ein Nachteil. „Das ist natürlich unglücklich, war aber nicht anders zu lösen“, erklärt Jürgen Grondziewski.

Autor: Felix Guth

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