Kevin Kuranyi ist auf Schalke binnen vier Tagen vom Versager zum Helden geworden. Hatte der Schalker Torjäger durch seine vielen

Schalke: Kuranyi setzte sich nach Kritik "selbst unter Druck"

Held für einen Tag

hb
21. Februar 2008, 19:26 Uhr

Kevin Kuranyi ist auf Schalke binnen vier Tagen vom Versager zum Helden geworden. Hatte der Schalker Torjäger durch seine vielen "Fahrkarten" das 1:2 gegen Wolfsburg noch mitverschuldet, war er gegen Porto mit seinem Siegtreffer hauptverantwortlich für den Sieg. Dass er wieder nicht gut gespielt hatte, konnte man bei der Bewertung des wichtigen Hinspiel-Sieges in der Champions League dann auch getrost vernachlässigen.

"Nach dem Match gegen Wolfsburg war ich über meine Leistung sehr frustriert. Danach habe ich mich selbst sehr unter Druck gesetzt und hoffe, dass ich niemanden enttäuscht habe", hat Kuranyi in dieser Woche sein Lachen wieder gefunden.

In der vierten Minute stand er eben genau da, wo ein Goalgetter lauern müssen, um die vielleicht nur eine Chance zum entscheidenden Tor zu nutzen. "Den habe ich extra so getroffen", lachte der Nationalstürmer über seinen etwas ungewollten Aufsetzer, mit dem er FCP-Keeper Helton überlistete. "Quatsch, das war ein bisschen Glück", relativierte Kuranyi.

Dass es nicht zu mehr reichte, lag seiner Meinung nach am starken Gegner. "Wir wollten auf das zweite Tor spielen, haben aber schnell gemerkt, dass Porto sehr viel Druck gemacht hat", erwartet der 25-Jährige in zwei Wochen einen heißen Tanz. "Ein 1:0 ist nicht viel, aber ein Schritt nach vorne. Wir dürfen uns für das Rückspiel aber nicht zu sicher sein. Porto ist sehr heimstark, aber wir können da auf Konter spielen", kennt er das Erfolgsrezept für den möglichen Einzug ins Viertelfinale. "Wenn wir in Porto so präsent sind, wie hier in der ersten Halbzeit, dann haben wir eine gute Chance."

Sollte sein Treffer zum Weiterkommen reichen, würde er auf Schalke bald Heldenstatus erlangen - auch wenn im Spiel nicht alles klappt.

Autor: hb

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