Werner Overkamp, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei RWO und Vorstandsmitglied der STOAG, in Ihrer Anzeige schreiben Sie nächste Station 3. Liga, muss die Anzeige für die Rückserie umgetextet werden? Nein, sicherlich nicht. Als Vorstand eines Verkehrsbetriebes muss man immer auch die Zahlen im Blick und vor allem im Griff haben.

RWO: Nachgefragt bei H. Gieske, W. Overkamp und T. Dietz

"Unser Saisonmotto trifft den Nagel auf den Kopf"

29. November 2007, 18:25 Uhr

Werner Overkamp, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei RWO und Vorstandsmitglied der STOAG, in Ihrer Anzeige schreiben Sie nächste Station 3. Liga, muss die Anzeige für die Rückserie umgetextet werden? Nein, sicherlich nicht. Als Vorstand eines Verkehrsbetriebes muss man immer auch die Zahlen im Blick und vor allem im Griff haben.

Was das Team von Hans-Günter Bruns bisher abgeliefert hat, ist mehr, als wir uns alle erhofft haben.
Was imponiert Ihnen an der Mannschaft besonders?
Mir persönlich gefällt besonders, dass sich die Elf sukzessive gesteigert hat. Der Tabellenplatz ist Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Truppe ist jung und durchaus noch entwicklungsfähig.

Wie bewerten Sie die Zuschauerresonanz?

Ich beurteile diese nicht so negativ, wie einige andere. Wir liegen mit knapp 4.000 Besuchern pro Spiel im Mittelfeld der Tabelle. Auch das war nicht unbedingt zu erwarten, da jahrelang nichts für die Entwicklung einer Fankultur gemacht worden ist. Dieses Defizit kann man nicht in zwei Jahren ausgleichen. Das ist ein Prozess, der sicherlich noch einige Zeit benötigen wird. Ich bin sicher, dass auch Oberhausen die Leistung dieses Teams auf Dauer anerkennen wird. Spieltage wie das Derby gegen Essen sind eine gute Gelegenheit, auch die letzten Skeptiker und Nörgler zu überzeugen.

Nachgefragt

Hartmut Gieske, kaufmännischer Vorstand der evo und Aufsichtsrats-Vorsitzender von RWO, wie bewerten Sie die aktuelle Situation?

Wer mir vor der Saison gesagt hätte, dass unser Verein nach der ersten Halbserie mit 31 Punkten und nur einem Zähler Rückstand auf den Tabellenführer auf dem vierten Tabellenplatz liegt, den hätte ich als Phantasten und Träumer bezeichnet. Kompliment an Trainerstab, Management und Team. Die evo ist stolz auf seinen Werbepartner und drückt für die Rückserie alle Daumen.
Was ist für Sie der Grund für den Erfolg?

Die Mannschaft ist ein verschworener Haufen, die in jedem Spiel alles gibt! Unser Saisonmotto „Malocherschicht 2008, 11 Kumpels müsst Ihr sein“ trifft den Nagel auf den Kopf.
Wie geht es weiter?
Auch wenn wir uns über den vierten Tabellenplatz freuen, heben wir nicht ab. Mir wäre es lieber, die Mannschaft hätte zum elften Tabellenplatz mehr Luft. Die Liga ist dermaßen ausgeglichen, dass man mit zwei Niederlagen plötzlich auf einem Nichtaufstiegsplatz steht und mit zwei Siegen am Platz an der Sonne.
Was würden Sie sich wünschen?
Dass die Truppe in den nächsten beiden Partien da anknüpft, wo sie gegen Union Berlin aufgehört hat. Und natürlich, dass wir auch weiterhin von schlimmeren Verletzungen unserer Leistungsträger verschont bleiben.

Nachgefragt

Thomas Dietz, Aufsichtsrats-Mitglied bei RWO, Sie haben nicht unerheblichen Anteil an der Zusammenstellung des Kaders, der in der Regionalliga Nord für Furore sorgt. Hätten Sie das in der Form erwartet?

Der aktuelle Tabellenplatz ist mit Sicherheit eine Überraschung. Allerdings ist er auch die Belohnung für die kontinuierliche sportliche Aufbauarbeit, die wir hier bei RWO im Team mit Trainerstab und Gremien in den vergangenen zwei Jahren zusammen auf den Weg gebracht haben.
Was zeichnet diese Elf aus?

Die Mannschaft hat auf und neben dem Platz bewiesen, dass sie ein echtes Team ist. Nur auf Grund dieser inneren Stabilität konnte sie personelle Rückschläge und Niederlagen wegstecken und ist immer wieder aufgestanden. Das zeigt, dass wir bei der sportlichen und charakterlichen Zusammenstellung des Kaders ein glückliches Händchen bewiesen haben.
Wo steht RWO am Ende der Saison?

Nichts ist vergänglicher als der Erfolg von gestern. Im Endeffekt haben wir außer einer schönen Momentaufnahme noch nichts erreicht. Doch ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft, die Verantwortlichen und die Fans gemeinsam den eingeschlagenen Weg mit Konzentration und Leidenschaft weitergehen und am Ende dafür mit der Qualifikation für die 3. Liga belohnt werden.

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