Ein schwer verletzter Spieler, zwei Rote Karten und sehr viel Ärger - der 5:4-Sieg des VfB Annen beim SC Werne 2002 war teuer erkauft. Der VfB war gerade dabei, eine 5:0-Führung in den Schlussminuten noch aus der Hand zu geben, als sich die entscheidende Szene abspielte. Annens Benjamin Guder blieb nach einem Zusammenprall bewusstlos im eigenen Strafraum liegen. Es entstand ein großes Durcheinander, da Schiedsrichter Heinz Hesselmann zunächst überhaupt nicht registrierte.

Kreis Bochum: Annens Benjamin Guder nach Schädelbruch auf dem Wege der Besserung

VfB Annen erhebt schwere Vorwürfe gegen Schiri

fg
30. Oktober 2007, 16:40 Uhr

Ein schwer verletzter Spieler, zwei Rote Karten und sehr viel Ärger - der 5:4-Sieg des VfB Annen beim SC Werne 2002 war teuer erkauft. Der VfB war gerade dabei, eine 5:0-Führung in den Schlussminuten noch aus der Hand zu geben, als sich die entscheidende Szene abspielte. Annens Benjamin Guder blieb nach einem Zusammenprall bewusstlos im eigenen Strafraum liegen. Es entstand ein großes Durcheinander, da Schiedsrichter Heinz Hesselmann zunächst überhaupt nicht registrierte.

"Der Schiri war absolut nicht Herr der Lage", ärgert sich Annens Sportlicher Leiter Andreas Scholz, der das Erscheinungsbild Hesselmanns mit einer "richtigen Schnapsnase und einer deutlich riechbaren Fahne" beschreibt. Nachdem ihn Trainer Jens Vogt und mehrere Akteure auf den bewusstlosen Guder hingewiesen haben, begann erst das richtige Chaos. Der Referee wollte von Annens Stürmer Dennis Sickmann das Wort "Trottel" vernommen haben und stellte den besten VfB-Torschützen dieser Saison daraufhin vom Platz. Auch Jens Vogt sah die Rote Karte und musste die Platzanlage verlassen. Mit einem Abstoß setzte Hesselmann die Partie fort, Sekunden darauf war Schluss.

"Gegen den Platzverweis haben wir keine Handhabe", sagt Andreas Scholz. Er hofft, dass Sickmann nicht länger als zwei Wochen fehlen wird. Auf geradezu unsportliche Art und Weise versucht der SC Werne, aus der Szenerie Kapital zu schlagen. Die Bochumer forderten einen Sonderbericht an, da Sickmann nach seinem Platzverweis das Spielfeld nicht verlassen habe. "Damit haben sie keine Chance", meint Scholz.

Mittlerweile liegt Guders Diagnose vor: Er erlitt einen Schädelbruch am Ohr, der in vier bis sechs Wochen verheilt sein wird. Als "Glück im Unglück“ bezeichnet Scholz das Ergebnis der Untersuchung. So bewahrheiteten sich die schlimmsten Befürchtungen einer lebensgefährlichen Schädelverletzung nicht. Guder wird in wenigen Monaten schon wieder Fußball spielen können.

Erst eine Woche zuvor hatten die Annener eine schwere Blessur wegstecken müssen, als sich Lars Nitsche beim Spiel in Bommern einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog.

Autor: fg

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren