„Mein Geburtstag ist im Arsch“, schimpfte Markus Kaya gestern unmittelbar nach dem Spiel beim neuen Spitzenreiter Kickers Emden. Das verlor RWO mit 0:2 (0:2) ziemlich unnötig, gratulierte den Norddeutschen dennoch brav zur Tabellenführung. Von nichts anderem hatte Emdens Coach Stefan Emmerling vor der Partie geredet, gab er hinterher zu. „Außerdem ist es das erste Mal, dass ich gegen Hans-Günter Bruns ein Spiel gewonnen habe.“

Emden - RWO 2:0 / Kayas Geburtstag "im Arsch"

Jetzt Wolfsburg "weghauen"

cb
22. Oktober 2007, 22:50 Uhr

„Mein Geburtstag ist im Arsch“, schimpfte Markus Kaya gestern unmittelbar nach dem Spiel beim neuen Spitzenreiter Kickers Emden. Das verlor RWO mit 0:2 (0:2) ziemlich unnötig, gratulierte den Norddeutschen dennoch brav zur Tabellenführung. Von nichts anderem hatte Emdens Coach Stefan Emmerling vor der Partie geredet, gab er hinterher zu. „Außerdem ist es das erste Mal, dass ich gegen Hans-Günter Bruns ein Spiel gewonnen habe.“

Der wiederum war nicht wirklich sauer, aber schon enttäuscht. „Zwei individuelle Fehler haben das hier entschieden“, hatte er schnell ausgemacht. In der dritten Minute hatte Dimitrios Pappas zu ungestüm im Mittelfeld den Ball wieder hergeben müssen, die Hausherren knackten mit einem simplen Doppelpass zwischen Moosmayer und Enrico Neitzel die Oberhausener Abwehr und Letzterer schob im zweiten Versuch - den ersten hatte Christoph Semmler noch abwehren können - zur frühen Führung ein.

Beim zweiten Tor leistet sich dann der RWO-Schnapper eine folgenschwere Unsicherheit. Ob man ihm den verunglückten 27 Meterschuss von Rudolf Zedi tatsächlich ankreiden kann, wollte auch Bruns nicht bestätigen. „Klar, er steht zu weit vor dem Tor. Aber so einen Mann wie Zedi darf ich nicht so allein im Mittelfeld stehen lassen.“ Taten Bruns Jungs aber...

Da waren erst acht Minuten rum und RWO stand ziemlich bedröppelt auf dem Acker des Embdena Stadions. Die Hausherren machten weiter Druck, das verunsicherte die „Kleeblätter“ noch mehr. Erst ab der 20. Minute etwa kam RWO besser ins Spiel, aber dafür kaum vors gegnerische Tor. Die Rot-Weißen machten schlichtweg den Fehler, sich auf ihre spielerischen Qualitäten zu verlassen. Angesichts des tiefen und matschigen Rasens genau das falsche Mittel. Die Kickers machten es richtig und langten auch mal zu.

So entwickelte sich ein typisches Kampfspiel, das Schiedsrichter Stefan Lupp jederzeit im Griff hatte. Zum Leidwesen der Zuschauer blieben Torchancen jedoch absolute Mangelware, den Emdern war's egal, schließlich gingen sie mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause.

Aus der kam Oberhausen gewillter, war richtig heiß. Bruns hatte Robben in der Kabine gelassen, dafür Julian Lüttmann gebracht. Ein Zeichen, das aber kaum einer seiner Mitspieler verstanden zu haben schien. Es wurde weiterhin mit dem spielerischen Element operiert. Mike Terranova - jetzt hinter den Spitzen- war zwar gewillt, das Spiel an sich zu reißen, doch damit stand er auf verlorenem Posten. „Gerade auf so einem Acker muss Du erst kämpfen. Fußball spielen kann man dann später“, hatte er nach dem Match einen dicken Hals. Immerhin brachte „Terra“ seine Farben wieder ins Spiel, als er einen Nachtreter Thorsten Nehrbauers provozierte, der daraufhin völlig zurecht den roten Karton sah. Jetzt spielte nur noch Rot-Weiß, stellte sich aber nach wie vor zu umständlich an. Erst in der Schlussviertelstunde wurde es zwingender, aber letztlich prangen nur zwei gute Möglichkeiten dabei heraus. Erst bahnte sich ein Müller-Freistoß den Weg durch Gut und Böse, flutschte aber knapp vorbei (78.), dann kratzte Torwart Marcus Rickert einen wuchtigen Lüttmann-Kopfstoß aus dem Eck (81.).

Das Selbstvertrauen wurde RWO durch die Pleite aber nicht genommen: "Jetzt hauen wir halt Wolfsburg weg“, so die Truppe unisono.

Autor: cb

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