Von der Weltbühne in den Bundesliga-Alltag. Potsdams weltmeisterliche Keeperin Nadine Angerer trat mit Turbine am Stoppenberger Hallo bei der SG Schönebeck an: 1:1 am dritten Spieltag in Essen. SGS-Zuschauerrekord: 3042 Fans. „Heldinnen“ trafen aufeinander, für die Gastgeber zockt Linda Bresonik. „Ich musste zwei Dinger machen“, erinnerte sich die 23-Jährige: Zweimal stand sie Auge in Auge mit Angerer. Die Torhüterin kam direkt aus Basel, wo sie bei Tommy Gottschalks „Wetten Dass“ auf dem Sofa saß.

SG Schönebeck – Turbine Potsdam

Treffpunkt der WM-„Heldinnen“

Oliver Gerulat
08. Oktober 2007, 19:04 Uhr

Von der Weltbühne in den Bundesliga-Alltag. Potsdams weltmeisterliche Keeperin Nadine Angerer trat mit Turbine am Stoppenberger Hallo bei der SG Schönebeck an: 1:1 am dritten Spieltag in Essen. SGS-Zuschauerrekord: 3042 Fans. „Heldinnen“ trafen aufeinander, für die Gastgeber zockt Linda Bresonik. „Ich musste zwei Dinger machen“, erinnerte sich die 23-Jährige: Zweimal stand sie Auge in Auge mit Angerer. Die Torhüterin kam direkt aus Basel, wo sie bei Tommy Gottschalks „Wetten Dass“ auf dem Sofa saß.

Kleine Augen hatte sie vor dem Match, war um 4.30 Uhr erst im Bett, Stutzen hatte sie vergessen. „Das Team ließ mich extra zwei Stunden länger schlafen.“ Und über das Duell mit Bresonik: „Wir unterhielten uns vorher, ich hatte den Gedanken, hoffentlich spiele ich sie nicht an.“ Tat sie nicht. Allerdings kam Jennifer Balkenhol an den Ball, erzielte die Führung. „Ich habe vorher gesagt, dann haue ich ihr einen rein.“

Das schaffte Brasiliens Marta nicht! 540 Minuten blieb Angerer weltmeisterlich ohne Gegentreffer-Frust, Balkenhol („ich habe alle WM-Spiele gesehen, hatte extra Urlaub“) nahm einen 40-minütigen Anlauf. Angerer: „Ein neues Gefühl, aber ich bin froh, das Gerede über den Rekord hört jetzt auf.“ Den Ausgleich erzielte Babett Peter per Foulelfmeter. „In letzter Minute ist so was immer tragisch“, wollte sich Turbine-Trainer Bernd Schröder nicht beschweren. Festzustellen ist – Bresonik: „Das Niveau ist deutlich langsamer, da liegen Welten zwischen.“ Das Schiri-Gespann kam – auch körperlich – nicht mit, beide Teams waren zornig. Vor allen Dingen Angerer war später umringt von Kameras und Autogrammjägern: „So ist unser momentaner Alltag, mein Koffer ist noch nicht ausgepackt. Die Kulisse war riesig.“

Autor: Oliver Gerulat

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