Die Sportfreunde Lotte empfangen am Dienstagabend (19 Uhr) Holstein Kiel zum Nachholspiel in der 3. Liga.

SF Lotte

Kapitän knöpft sich die ersten Kritiker vor

Krystian Wozniak
28. März 2017, 10:48 Uhr
Foto: firo

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Die Sportfreunde Lotte empfangen am Dienstagabend (19 Uhr) Holstein Kiel zum Nachholspiel in der 3. Liga.

Vier Punkte liegt der Aufsteiger aus dem Tecklenburger Land aktuell hinter Platz drei, der zur Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga berechtigt, zurück. Trotzdem hagelte es nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg - zwei Niederlagen und ein Remis - erste Kritik an der Mannschaft von Fußballlehrer Ismail Atalan.

Wir sprachen vor dem Nachholspiel gegen Kiel mit SFL-Kapitän Gerrit Nauber, der deutliche Worte in Richtung der Kritiker findet.

Gerrit Nauber, es gibt Stimmen, die besagen, dass bei Lotte nach dem Pokal-Highlight gegen Borussia Dortmund die Luft raus sei. Was sagen Sie zu dieser Kritik?
Davon haben wir natürlich auch Wind bekommen. Für mich ist das absoluter Schwachsinn und lächerlich. Diese Leute haben mal gar keine Ahnung von der Materie. Ich zum Beispiel habe mich natürlich auch sehr auf das Dortmund-Spiel gefreut, aber das war eben nur ein Highlight. Die Liga ist der Alltag. Darauf legen meine Kollegen und ich den Fokus. Aktuell klappt es weniger gut, aber wir dürfen nie vergessen, wo wir herkommen. Wir sind Aufsteiger und ein kleiner Klub, der trotzdem eine sehr gute Rolle in der 3. Liga spielt. Wer uns nach 28 Spielen und 41 Punkten kritisiert, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Mit einem Dreier gegen Kiel wären die Sportfreunde nur einen Punkt hinter Rang drei zurück...
Ja, und das soll schlecht sein? Wie schon gesagt: Wir spielen eine tolle Serie. Zuletzt hatten wir einen kleinen Hänger. Wir waren hinten zu anfällig und nach vorne hin zu ungefährlich. Dasselbe Problem hatten wir schon mal zu Saisonbeginn. Wir werden das jetzt auch wieder lösen und hoffentlich schon gegen Kiel zurück in die Spur finden.

Vier Punkte sind es aktuell zu Platz drei und zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Wie lautet denn nun das Ziel für die letzten zehn Spiele der Saison?
Fragen Sie mich noch einmal vier, fünf Spieltage vor Schluss. Die Liga ist verdammt eng, da kann noch viel passieren. Wir wollen erst einmal den Klassenerhalt rechnerisch unter Dach und Fach bringen. Das war und ist unser primäres Ziel. Alles andere werden wir in ein paar Wochen dann sehen.

Autor: Krystian Wozniak

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