20?000 Euro hatten Vatmir Vata und Marc Hunt, das Trainerteam des FC Gütersloh, in ihrem Freundeskreis gesammelt, damit ihre Spieler unter anderem endlich ihre Dezember-Gehälter ausgezahlt bekommen können.

SC Hassel

Ein gebrauchter Tag gegen den FC Gütersloh

Christoph Winkel
05. März 2017, 20:24 Uhr
Foto: Thomas Schmidtke

Foto: Thomas Schmidtke

20?000 Euro hatten Vatmir Vata und Marc Hunt, das Trainerteam des FC Gütersloh, in ihrem Freundeskreis gesammelt, damit ihre Spieler unter anderem endlich ihre Dezember-Gehälter ausgezahlt bekommen können.

Die Mannschaft bedankte sich am Sonntag in der Oberliga Westfalen mit einer starken Leistung beim SC Hassel und gewann im Stadion Lüttinghof mit 3:1.

Die Hasseler hatten in der ersten Halbzeit auf dem schlecht zu bespielenden Rasen zwar ein spielerisches Übergewicht, schafften es aber zu keiner Zeit, den Ball schnell in die Spitze zu spielen. Für Stürmer Dawid Ginczek war es definitiv ein gebrauchter Tag, der Hasseler Torjäger bekam kaum einen Ball. Den einen, den er nach knapp zehn Minuten bekam, hätte er aber durchaus im Tor versenken können. Aus kurzer Distanz schob er den Ball am Tor vorbei.

Halbitz früh raus

Hassels Trainer Thomas Falkowksi musste schon früh wechseln, weil Maik Halbitz im Zweikampf einen Ellbogen ins Gesicht bekam. Der defensive Mittelfeldspieler klagte über Sehstörungen und ließ sich vorsichtshalber im Krankenhaus untersuchen.

Da auch Patrick Rudolph wegen einer Rotsperre noch fehlte, fielen beide Abräumer aus. Das Fehlen machte sich im Hasseler Spiel deutlich bemerkbar, Gütersloh bekam mehr und mehr Oberwasser. Dennoch ging der Sportclub in der 33. Minute in Führung. Kevin Rudolph zirkelte einen Freistoß über die Mauer ins rechte Eck.

Gütersloh gelang noch vor dem Halbzeitpfiff der Ausgleich. Nach einem Eckball stand Khalil Rhilane völlig frei und traf zum 1:1. Die Zuordnung in der Hasseler Defensive fehlte. „Da muss einfach einer stehen, der den Ball wegschlägt“, sagte Falkowski.

Zwei Gegentore nach der Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel waren die Hasseler nur nach Standardsituationen gefährlich. Genauso wie der FC Gütersloh, der aber einfach cleverer spielte. Als die SC-Spieler den Ball in der 65. Minute erneut nicht klärten, stand Sinan Karadag richtig und traf zur Führung.

Khalil Rhilane sorgte mit einem Freistoßtor aus 30 Metern nach 70 Minuten für die Entscheidung. Falkowski brachte mit Enes Colak und Julian Hellmich noch zwei neue Offensivspieler, die Wende schaffte der SC aber nicht mehr. „Der FC Gütersloh war der erwartet schwere Gegner. Aber wir haben es auch nicht gut gemacht“, sagte Falkowski.

Autor: Christoph Winkel

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