Dominik Wydra, der im Sommer ablösefrei vom SC Paderborn zum VfL wechselte, hatte in den ersten acht Monaten seiner Tätigkeit nicht viel zu lachen.

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Wydra schießt sich mit Siegtor in die Herzen der Fans

20. Februar 2017, 08:57 Uhr
Foto: firo

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Dominik Wydra, der im Sommer ablösefrei vom SC Paderborn zum VfL wechselte, hatte in den ersten acht Monaten seiner Tätigkeit nicht viel zu lachen.

Vor dem Spiel gegen die Würzburger Kickers hatte es der Österreicher auf acht Einsätze und 318 Spielminuten gebracht. Obwohl der Wiener eine sehr ausgeprägte Schusstechnik hat, standen in dieser Zeit gerade einmal drei Torschüsse zu Buche. Doch plötzlich ist alles anders. Nach 29 Minuten durfte er gegen die Würzburger Kickers ran und drei Minuten vor dem Spielende hämmerte er den Ball aus gut 25 Metern zum Siegtor in die Maschen. Sein vierter Torschuss im VfL-Trikot wird lange in Erinnerung bleiben. Wydra: „Ohne Zweifel war das mein bisher schönster Moment im VfL-Trikot. Ich war von Anfang an überzeugt, dass der Wechsel nach Bochum die richtige Entscheidung war und ich habe auch nie daran gezweifelt.“

Obwohl Wydra eigentlich im Mittelfeld daheim ist, sollte er in Bochum als Ergänzung für die Innenverteidigung seine Rolle finden. Doch schon in der Sommervorbereitung schien es so, dass dies nicht die ideale Position für den 22-Jährigen ist und es allenfalls eine Notlösung sein könnte. Wydra dazu: „Ich habe jetzt ein halbes Jahr lang ein neues System kennengelernt, eine neue Position. Das kann für meine sportliche Zukunft noch einmal sehr wichtig werden.“

Doch viel lieber fügte er hinzu: „Ich bin jetzt seit einigen Wochen auf meiner Stammposition regelmäßig eingesetzt worden. Das tut mir gut und jetzt kann ich mich so richtig über das wichtige Tor und die drei Punkte freuen.“ Rückblickend auf die Partie stellte er fest: „Nach dem 0:1 haben meine Kollegen Schwierigkeiten gehabt, wieder ins Spiel zu kommen. Ich denke, die Umstellung in der Abwehr auf eine Dreierkette mit frischen Kräften hat dazu geführt, dass es immer besser wurde. Dann geht auch vieles über den Kampf, denn anders bekommst du die Punkte in der zweiten Liga nicht.“ Natürlich sprach der Österreicher gerne über sein Siegtor: „Als ich den Ball bekam, habe ich es einfach probiert und er war drin.“

Schon in der Vorbereitung war aufgefallen, dass Wydra regelmäßig bei Standards für Gefahr für das gegnerische Tor sorgt: „Ich trainiere das immer wieder, hole mir dafür im Training die Selbstsicherheit. Und mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: „Dann hält man auch gegen Würzburg einfach mal drauf.“ Wie es weitergeht – durch die Sperre von Marco Stiepermann hat Wydra gute Aussichten in Nürnberg in der Startformation zu stehen. „Ich hoffe, ich bin jetzt in Bochum angekommen, aber das muss sich in den nächsten Wochen noch bestätigen.“ Mit 22 Jahren hat der Mittelfeldspieler noch große Ziele: „Wenn du Kapitän der österreichischen U21-Nationalmannschaft warst und in den EM-Playoffs nach zwei Unentschieden gescheitert bist, dann willst du auch den nächsten Schritt Richtung A-Team machen.“

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