Für halbe Sachen war Gerald Asamoah noch nie zu haben, und so ist es auch diesmal:

Schalke

Asamoah krempelt die U23 um

Christoph Winkel
14. Februar 2017, 09:06 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Für halbe Sachen war Gerald Asamoah noch nie zu haben, und so ist es auch diesmal:

Wenn er etwas macht, dann macht er es richtig. Seine erste Winterpause als neuer Manager der Schalker U23 ist für Asamoah vorbei, und die Arbeit kann sich sehen lassen: Vier neue Spieler wurden für die Rückrunde verpflichtet, mit denen unter Trainer Jürgen Luginger der Klassenerhalt in der Regionalliga gelingen soll. Danach wird der älteste Knappen-Nachwuchs weiter neu aufgestellt, und auch für diese Zeit hat „Asa“ bereits vorgesorgt und mit Onur Cinel einen anderen Trainer verpflichtet. Dass der Assistent von A-Jugend-Trainer Norbert Elgert im Sommer befördert wird, war Asamoahs Idee. „Für mich war klar: Wenn ich den Job mache, dann will ich auch andere Wege gehen“, sagt der neue Manager.

„Asa“ krempelt die U23 um.

Am kommenden Sonntag (14 Uhr) startet die U23 mit dem Auswärtsspiel bei der SG Wattenscheid 09 in den zweiten Teil der Regionalliga-Saison, Asamoah sieht das Team gut aufgestellt. „Die Testspiele sind gut gelaufen, man hat gesehen, dass eine andere Mannschaft auf dem Platz steht“, erklärt der ehemalige Nationalspieler. Zuletzt gelang durch zwei Tore von Joseph Boyamba noch ein 2:0-Sieg bei der U23 von Borussia Mönchengladbach, dem Spitzenreiter der Regionalliga.

Vertrauen zu Trainer Luginger

Asamoah ist fest davon überzeugt, dass Trainer Luginger auch in seinem letzten halben Jahr auf Schalke das gelingt, was ihm zuvor immer gelungen ist: Mit einer guten Rückrunde den Klassenerhalt zu schaffen – der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt aber nur zwei Punkte. „Ich vertraue ihm“, sagt der Manager über Luginger. Den für den Sommer fixierten Trainerwechsel bereits im Winter zu vollziehen, sei nie ein Thema gewesen.

Mit Onur Cinel soll vielmehr im Sommer ein neuer Prozess der Talente-Ausbildung in die Wege geleitet werden. Dass die Wahl auf den erst 31 Jahre alten Co-Trainer der A-Jugend fiel, ist für den 38-jährigen Asamoah nur konsequent. Er argumentiert: In Schalkes Knappenschmiede seien mit die besten Jugendspieler in Deutschland versammelt – also müssten die Trainer dort auch entsprechend hoch qualifiziert sein. Cinel sei nur einer der Trainer, die sich dort aufdrängen würden, betont Asamoah und fragt rhetorisch: „Warum also sollte ich woanders suchen?“

Vier Neue sind gekommen

Von auswärts hat er die Spieler geholt, die Schalkes U23 in der Rückrunde verstärken sollen: Der routinierte Torjäger Rogier Krohne kommt vom niederländischen Zweitligisten FC Emmen, Verteidiger Leroy Kwadwo von Rot-Weiss Essen und René Klingenburg kehrt von Rot Weiss Ahlen zurück.

Der interessanteste Name ist aber Idrissa Touré – ein deutscher Junioren-Nationalspieler, der bei RB Leipzig in Ungnade gefallen ist. „Der Junge weiß, dass er Fehler gemacht hat, aber das ist Vergangenheit. Ich habe in meinem Leben auch nicht alles richtig gemacht“, sagt Asamoah und lacht. Touré, der im Moment an einer Hüftverletzung laboriert und deswegen am Sonntag in Wattenscheid noch nicht spielen kann, habe ihm versichert, dass er auf Schalke Gas geben und die Karriere wieder in Schwung bringen wolle.

Asamoah schenkt ihm Glauben, denn das zweistündige Vorstellungs-Gespräch mit Idrissa Touré fand in einer äußerst angenehmen Atmosphäre statt: Bei Asamoah daheim in Ratingen auf dem Sofa.

Autor: Christoph Winkel

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren