Ilia Gruev musste nach dem emotionalen MSV-Sieg gegen Preußen Münster seine Gefühle ordnen:

MSV - Münster

"Wir haben gekämpft wie die Löwen"

12. Februar 2017, 18:45 Uhr
Foto: firo

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Ilia Gruev musste nach dem emotionalen MSV-Sieg gegen Preußen Münster seine Gefühle ordnen:

"Es fällt mir schwer nach so einem Spiel zu sprechen. Klar freuen wir uns über den Dreier, aber ich weiß auch, wie bitter so etwas für den Gegner ist", gab der Bulgare zu und begann dann aber über die Partie zu sprechen: "Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Die Führung zur Pause ging deshalb auch absolut in Ordnung. Was dann nach der Pause passiert ist, verstehe ich noch nicht so ganz – da muss ich das Gespräch mit den Spielern suchen. Da haben wir einfach nicht die nötige Konzentration gehabt. Ich finde, dass eine gute Mannschaft wie der MSV Duisburg so etwas abstellen muss."

Wie die Zebras dann aber zurückgekommen sind, das imponierte dem 47-jährigen Fußballlehrer: "Wir haben gesehen, wie schwer es werden kann – trotzdem haben wir immer an uns geglaubt und am Ende sehr viel riskiert. In der letzten Woche gegen Osnabrück war uns das Glück nicht hold – nun war es wieder auf unserer Seite."

Der Mann des Spiels war ohne Frage Fabian Schnellhardt, der gegen die Preußen einen Doppelpack schnüren konnte: "In der ersten Halbzeit sind wir sehr dominant aufgetreten – genauso wollen wir spielen," gab der 23-Jährige zu Protokoll: "Nach dem Rückstand haben wir gekämpft wie die Löwen. Keiner von uns wollte verlieren und ich denke, dass wir einfach den größeren Willen hatten."

Duisburgs Abwehrmann Dustin Bomheuer erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer: "Wir gehen verdient in Führung – nach der Halbzeit kam dann ein kleiner Knacks, danach mussten wir uns kurz schütteln. Wir wollten aber unbedingt gewinnen und wir sind alle froh, dass wir es noch geschafft haben."

Diesen Willen hat auch Interimskapitän Kevin Wolze ausgemacht: "Wir hatten in der ersten Halbzeit alles im Griff. In Hälfte zwei bekommen wir dann prompt den Nackenschlag. Auch das zweite Tor war eine Katastrophe. Wie wir dann aber zurückgekommen sind, das war der absolute Wahnsinn. Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung."

Ein großer Schritt in Richtung Aufstieg.

Bei Preußen-Coach Benno Möhlmann überwog nach Abpfiff natürlich der Frust, nachdem seine Mannschaft den Tabellenführer aus Duisburg an den Rand einer Niederlage gebracht hatte: "Wir haben gesehen, wozu wir in der Lage sind und einige gute Ansätze gezeigt." Der Fußballlehrer aus Lohnen sah aber gleichzeitig Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft: "In der ersten Halbzeit haben wir viel zu wenig nach vorne gespielt, so kann man gegen Spitzenteams wie Duisburg dann auch nicht gefährlich werden." Für Möhlmann bleibt am Ende des Tages dennoch eine klare Erkenntnis: "Auch wenn viele immer sagen, wir können hier viele positive Eindrücke mitnehmen. Fakt ist: Wir nehmen heute ein Minustor und null Punkte mit nach Hause."

Münsters Innenverteidiger Sebastian Mai fand nach Abpfiff ebenfalls deutliche Worte: "Duisburg hatte - wenn man auf die beiden Tore zum Schluss schaut - Riesenglück. Der Ball vor dem 3:2 war ganz klar im Aus. Wir haben in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht gezeigt, sind verdient in Führung gegangen - haben eine tolle Leistung gezeigt. Wenn wir so weiter spielen, dann ist vieles möglich."

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