Erster Meisterschaftsauftritt der TSG Sprockhövel im Jahr 2017. Und der verlief nicht nach Wunsch, denn die TSG verlor ihr Auswärtsspiel gegen den SC Verl mit 0:2.

Sprockhövel

Pleite gegen Verl - neues Jahr, altes Leid

Heiner Wilms
12. Februar 2017, 11:18 Uhr
Foto: Volker Speckenwirth

Foto: Volker Speckenwirth

Erster Meisterschaftsauftritt der TSG Sprockhövel im Jahr 2017. Und der verlief nicht nach Wunsch, denn die TSG verlor ihr Auswärtsspiel gegen den SC Verl mit 0:2.

Dabei gingen die Sprockhöveler die Partie in der zwar kleinen, aber wunderschönen Sportclub-Arena, die ein bisschen an ein Playmobil-Stadion erinnert, gar nicht schlecht an.

Sprockhövel defensiv zunächst gut geordnet
Sie standen tief und überließen zunächst den Gastgebern den Ball. Die hatten dann auch gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, doch da, wo sie das Spielgerät bewegten, taten sie der Mannschaft von Trainer Andrius Balaika nicht weh. Verl hielt sich nämlich lange in der eigenen Hälfte auf. Da wurde der Ball dann meist quer gespielt. Von links nach rechts, dann wieder in die andere Richtung. Nur nach vorne ging es zunächst nicht.
Zwei große TSG-Chancen vor dem Wechsel

So fiel der TSG das Verteidigen in der ersten halben Stunde gar nicht einmal schwer. Chancen hatten die Platzherren zunächst nicht, die Gäste allerdings schon. So schon in der 14. Minute nach einer Ecke von Christian März und dem anschließenden Kopfball von Raoul Meister nach dem es im Verler Strafraum drunter und drüber ging. Aber den letzten Schuss von Tim Oberdorf kläre Patrick Choroba dann noch auf der Linie.

Und noch eine klare Möglichkeit gab es für die TSG. In der 21. Minute wurde schnell umgeschaltet. Über Alpay Cin und Christian März kam der Ball zu Christopher Antwi-Adjej, der dann aber sehr zum Verdruss von Andrius Balaika den Ball nicht an Verls Torwart Robin Brüseke vorbei brachte.

Verl versucht es mit Schüssen aus der Distanz

Spätestens nach dieser Szene wurden aber auch die Gastgeber munter. Weil sie immer noch Probleme hatten, vor das Sprockhöveler Tor zu kommen, versuchten sie es aus der Distanz. Richtig Glück hatte die TSG dann, als der Ball nach einem Freistoß von Viktor Maier an die Latte knallte. Und später versuchten es dann auch noch Daniel Schaal und Yannick Geisler aus größerer Entfernung. Bei Schaals Versuch parierte TSG-Torwart Robin Benz, Yannik Geisler zielte dann etwas zu hoch.

Verl ging die Partie nach dem Wechsel aber mit anderen Mitteln an. Jetzt wurde der Ball nicht mehr quer geschoben, sondern mit Tempo entschlossen in die Tiefe gespielt. Und in der 55. Minute war es dann auch passiert. Viktor Maier bugsierte den Ball nach schönem Pass von Marco Kaminski über Robin Benz hinweg ins Netz.
Nach dem 0:1 wirft Sprockhövel alles nach vorne

Und damit war es ein anderes Spiel. Sprockhövel war nun gefordert, Sprockhövel musste etwas tun. Die TSG verlagerte ihr Spiel nun auch weiter nach vorne, wodurch den Gastgebern natürlich mehr Räume angeboten wurden. Die TSG kämpfte mit großer Leidenschaft, auch Trainer Andrius Balaika gab an der Linie alles und feuerte seine Mannschaft lautstark an. Doch dieser Mannschaft fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft.

Mark Murai kommt in der Schlussphase
Und so brachte Balaika dann noch für die letzten zehn Minuten den Ungarn Mark Murai, der sicher nicht der größte Dribbelkünster ist, dafür aber ein Stürmer der Marke Brecher. Doch es klappte nicht, die Sprockhöveler konnten Murai nicht mehr in Szene setzen. Und als sich dann auch noch TSG-Torwart Benz einen dicken Patzer leistete und den Ball genau in die Füße von Verls Gianluca Marzullo spielte, war das Spiel entschieden.

Marzullo nahm dieses Geschenk dankend an und schoss zum 2:0 ein. Nach dem Erfolg im Pokal gegen Brünninghausen war der Start in das Meisterschaftsprogramm für die TSG also eher ernüchternd.

Autor: Heiner Wilms

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