Der VfL Bochum hat sein erstes Testspiel im Kalenderjahr 2017 im heimischen Stadion verloren. Gegen den Erstligisten aus Köln gab es knappe 0:1 (0:1)-Niederlage.

VfL Bochum

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09. Januar 2017, 11:47 Uhr
Foto: firo

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Der VfL Bochum hat sein erstes Testspiel im Kalenderjahr 2017 im heimischen Stadion verloren. Gegen den Erstligisten aus Köln gab es knappe 0:1 (0:1)-Niederlage.

Während das Gros der 3.000 Zuschauer die Mannschaft bei Minusgraden mit Applaus in die Kabine verabschiedeten, war Trainer Gertjan Verbeek, der die beiden Halbzeiten vom Kamerapodest der Haupttribüne verfolgte, überhaupt nicht zufrieden mit seinem Team: „Ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit schlecht gespielt haben.“ Und dann ging der Trainer ins Detail: „Wir haben zu viele Torchancen zugelassen, aber selbst zu wenig Angriffe kreiert. Da war keine Ballkontrolle und kein Pressing. Wir haben nur reagiert, aber ich bin nicht zufrieden.“

Milder fiel das Urteil des Niederländers über die zweite Halbzeit aus: „Ich habe komplett gewechselt und auch die Kölner hatten da viel Veränderungen, aber ich war zufrieden mit der Ordnung und auch das Pressing war etwas besser. Da war es ein Spiel auf Augenhöhe mit mehr Ballbesitz. Das war okay, aber nicht mehr.“

Letztlich war der Sieg des 1. FC Köln aufgrund der klareren Torchancen in Halbzeit eins verdient. So vollbrachte Torhüter Felix Dornebusch mehrere Großtaten, um den Rückstand knapp zu halten. Aber wahrscheinlich war es einfach auch nur die Qualität. Denn einen Anthony Modeste (13 Saisontore in der Bundesliga) gibt es im VfL-Trikot nicht und der Unterschied wird auch deutlich bei Christian Clemens, der für eine Ablösesumme von 2,75 Millionen Euro von Mainz in die Domstadt kurzfristig zurückgeholt wurde. Er war es auch, der aus abseitsverdächtiger Position zum 0:1 einköpfte (7.). Erfreulich beim VfL, dass Felix Bastians, Maxim Leitsch, Görkem Saglam, Pawel Dawidowicz und Patrick Fabian nach langen Verletzungspausen zurückkehrten und jeweils 45 Minuten spielen konnten.

Deutlich wurde gegen den starken Gast vom Rhein aber auch, dass der VfL auf der linken Seite ein Problem hat. Selim Gündüz, den beim ersten Tor Lukas Klünter enteilt war, ist vorne links nicht mehr als eine Notlösung. Deshalb tagte die „Task Force“ bestehend aus Sportvorstand Christian Hochstätter und Aufsichtsratboss Hans-Peter Villis schon während der Feiertage auf Mallorca und sprach über eine mögliche Verstärkung für die linke Seite. Die Messlatte von Trainer Verbeek liegt dabei hoch: „Wir brauchen keinen Spieler, der unseren Kader ergänzt, sondern nur einen Spieler, der uns verstärkt.“

Und so könnte sich schon in den nächsten Tagen etwas tun.

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