Der letzte Spieltag vor der Winterpause hat noch einmal richtig prickelnde Partien im Angebot.

Rheinderby

Köln personell gebeutelt, Mladenovic vor Abgang

Christian Brausch
20. Dezember 2016, 10:39 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Der letzte Spieltag vor der Winterpause hat noch einmal richtig prickelnde Partien im Angebot.

Das Spitzenspiel zwischen den Bayern und RB Leipzig, Schalke bei den kriselnden Hamburgern. Zudem das Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen. Schon vor dem Kracher in Köln ist klar: Seit Ewigkeiten wird der FC in die Pause gehen und vor Leverkusen und Gladbach stehen.

Doch personell könnte die Lage für die Mannschaft von Coach Peter Stöger kaum angespannter sein. Dominic Maroh, Timo Horn, Matthias Lehmann, Leonardo Bittencourt und Marcel Risse fallen verletzt aus. Und nun muss auch noch der Ex-Schalker Marco Höger gelbgesperrt pausieren. Ein Ausfall, der doppelt schmerzt. Denn seine 5. Verwarnung sah er in Bremen nach einer Geste mit dem Zeigefinger, nachdem ihm im der 90. Minute ein klarer Elfmeter von Schiedsrichter Wolfgang Stark verwehrt blieb. Auch Kölns Manager Jörg Schmadtke war aufgrund dieser Szene sauer: „Da war nichts verdeckt, da war nichts hektisch. Ich erwarte, dass der Schiedsrichter die Situation richtig einschätzt."

Tat er nicht, also muss Köln auch Högers Ausfall kompensieren, der Kader stellt sich erneut von alleine zusammen. Für Höger wird Youngster Salih Özcan im defensiven Mittelfeld beginnen. Fraglich ist noch der Einsatz von Stürmer Sehrou Guirassy, der nach dem Spiel in Bremen an muskulären Problemen leidet. Doch was die Kölner auch dezimiert im Stande sind zu leisten, das erlebte zuletzt Borussia Dortmund. Der BVB kam in Köln, wo der FC seit April kein Heimspiel verlor, erst in der 90. Minute durch Marco Reus zum Ausgleich.

Jetzt will die Stöger-Elf auch gegen Leverkusen noch ein Ausrufezeichen setzen. Das alles nach einer Hinrunde, die so keiner von den Domstädtern erwartet hat. Und mit Bayer kommt ein Gegner, der spätestens nach dem 1:2 zuhause gegen den FC Ingolstadt in der Krise angekommen ist. Gegen den FCI gab es Pfiffe von den Zuschauern, zudem „Roger raus“-Rufe gegen Trainer Roger Schmidt. Hinzu kommt: Auch Leverkusen muss in Köln auf mehrere Leistungsträger verzichten. Lars Bender, Kevin Volland und Karim Bellarabi fallen sicher verletzt aus, Charles Aránguiz sah gegen Ingolstadt Gelb-Rot, fehlt ebenso. Und hinter Benjamin Henrichs und Stefan Kießling, die beide gegen Ingolstadt fehlten, steht ein dickes Fragezeichen.

Klar ist: Beide Teams sind froh, wenn die Winterpause erreicht ist. In der werden vor allem die Kölner sicher auf dem Transfermarkt aktiv. Das bestätigte Kölns Finanzchef Alexander Wehrle: „Wir werden im Winter sicher nochmal aktiv werden“, sagte er der "BILD"-Zeitung. Knapp zehn Millionen Euro stehen zur Verfügung, vielleicht noch etwas mehr, denn ein Abgang von Serben Filip Mladenovic im Winter wird immer wahrscheinlicher.

Autor: Christian Brausch

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren