Max Eberl und das Thema Bayern München - bei Borussia Mönchengladbach bleibt selbst da, inmitten einer sportlichen Ergebniskrise, noch Platz für Flachs.

Gladbach

Eberl dementiert, lässt seine Zukunft aber offen

Michael Ryberg
01. Dezember 2016, 15:08 Uhr
Foto: Firo

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Max Eberl und das Thema Bayern München - bei Borussia Mönchengladbach bleibt selbst da, inmitten einer sportlichen Ergebniskrise, noch Platz für Flachs.

“Willste etwa schon wieder weg?”, fragte Trainer André Schubert seinen Sportdirektor, als der sich im Borussia-Park zwangsläufig noch einmal zum vermeintlichen Abwerbeversuch des Rekordmeisters äußerte. “Ich habe hier Vertrag und habe hier auch noch viel vor”, erklärte der Münchener. Der geht im Januar in sein 18. Gladbacher Jahr.

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Gleichwohl hatte Eberl mit Uli Hoeneß in den vergangenen Tagen telefoniert. “Ich habe ihm zu seiner Wahl als Bayern-Präsident gratuliert. Die Wahl macht einen großen Gegner noch größer”, so Eberl. Der sportliche Macher am Niederrhein schloss gleichwohl nicht kategorisch aus, vorzeitig aus seinem bis 30. Juni 2020 datierten Vertrag auszusteigen. “Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Da gibt es mir zu viele Konjunktive. Ich versuche aber, mich der Schnelllebigkeit des Geschäftes etwas zu entziehen und mich nicht von tagesabhängigen Emotionen leiten zu lassen.”

Bereits im Juli, einige Wochen nach der Münchener Trennung von Sportdirektor Matthias Sammer, hatte es das Bayern-Wechselgerücht im Zusammenhang mit Max Eberl gegeben. Damals wie auch in dieser Woche dementierte Eberl gegenüber dieser Zeitung die Rückkehr in seine Heimatstadt.

Am Donnerstag gab sich der Gladbacher Sportdirektor durchaus gelassen: “Mich belasten die Gerüchte nicht großartig. Wir haben doch hier eine Aufgabe zu lösen.” Tabellenplatz 13 stellt nicht nur Eberl nicht zufrieden. Auch die Anhängerschar grummelte zuletzt hörbar. Was den gebürtigen Straubinger nach dem 1:1 gegen Manchester City zu einer kritischen Bemerkung ans Publikum veranlasste. Grund? “Ich hatte das Gefühl, der Weg der Borussia scheint bin Gefahr.” Donnerstag entschuldigte sich Eberl für ein Adjektiv. “Dumm”, so erklärte er, sei ein Wort, dass in Zusammenhang mit Borussia-Fans über das Ziel hinausgeschossen sei. Trotzdem fühlte sich Eberl in seiner grundsätzlichen Sichtweise bestätigt, die Trauben für den fünfmaligen Meister nicht unrealistisch hoch zu hängen: “Meine Kritik kam bei vielen an, aber nicht bei jedem.”

In einschlägigen Internet-Foren war der Sportdirektor in diesem Zusammenhang nicht unterwegs: “Ich lese lieber Briefe.”

Übrigens: Auch in Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky) muss Gladbach auf Ibrahima Traoré (Sehnenabriss im Bereich der linken Leiste) und Patrick Herrmann (schwere Sprunggelenk) verzichten. Damit fallen erneut beide Anwärter auf die Position im rechten Mittelfeld aus. Beim 1:1 gegen Hoffenheim am vergangenen Samstag war hier meist der Belgier Thorgan Hazard unterwegs.

Autor: Michael Ryberg

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