Nuri Sahin stand gegen Legia Warschau mal wieder auf dem Platz - und traf.

BVB

Am Torjubel von Sahin sieht man seine schwere Zeit

Marian Laske
23. November 2016, 18:49 Uhr
Foto: Firo

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Nuri Sahin stand gegen Legia Warschau mal wieder auf dem Platz - und traf. "Ich glaube, dass ich hierhin gehöre", sagte der BVB-Spieler anschließend.

Es war kein besonders schönes Tor. Kein besonders wichtiges Tor. Aber am Jubel von Nuri Sahin erkannte man die Bedeutung, die dieser Treffer für den 28-Jährigen beim geschichtsträchtigen 8:4-Sieg des BVB hatte. Der Fanliebling schrie seinen ganzen Frust hinaus. So emotional hat man Sahin selten gesehen.

In der 20. Minute faustete Legia Warschaus Torhüter Radoslaw Cierzniak den Ball an Sahins Brust, von da sprang das Leder in das leere Gehäuse. Das 3:1 war der erste BVB-Treffer des Türken seit über anderhalb Jahren. Am 13. Februar 2015 traf er beim 4:2-Sieg der Schwarz-Gelben gegen den FSV Mainz. Es folgte eine Zeit mit vielen Verletzungen und dem neuen Trainer Thomas Tuchel, unter dem Sahin keine große Rolle mehr spielt.

Nach der Partie gab Sahin Einblick in seine Gefühlswelt. "An einem Tor beteiligt zu sein, das tut mir und meiner Familie sehr gut. Es ist eine schwere Situation für mich, die ich aber sportlich versuche, so gut wie möglich anzunehmen und mich im Training anzubieten", meinte er. Und weiter: "Ich versuche, mit guter Laune in jeden Tag zu gehen, weil ich ja auch zwei Kinder habe. Und es geht nicht, dass ich immer gesenktem Kopf durch den Tag laufe.“

Wie lange die BVB-Fans Sahin noch im Dortmunder Trikot sehen werden, bleibt unklar. Immer wieder gibt es Wechselspekulationen. Nach der Partie erklärte er: "Ich glaube, dass ich hierhin gehöre. Wir haben noch viele Spiele, ich bin in einem guten Austausch mit dem Verein. Es wäre total falsch, etwas in die Richtung zu sagen."

Der BVB würde ihm keine Steine in den Weg legen

Fest steht: Borussia Dortmund würde dem verdienten Spieler keine Steine in den Weg legen. Sahin ist ein Eigengewächs. 2013 kehrte er aus Madrid zurück, um wieder regelmäßig zu spielen und endgültig in der Heimat zu bleiben. Das Problem: Unter Tuchel steht er meistens nicht mal im Kader.

Am Tag nach der Partie meldete sich Sahin via Instagram. Er postete vier Bilder von dem Spiel. Darunter die kurze Botschaft: "Emotionen." Das beschreibt seinen Torjubel ziemlich genau.

Autor: Marian Laske

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