„Alle brennen darauf, wieder zu spielen“ hat Tim Hoogland festgestellt nach dem Training am Dienstagnachmittag; elf Tage nach dem letzten Liga-Spiel in Aue (4:2), drei Tage vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen.

VfL Bochum

Losilla-Alternative steht parat

Ralf Ritter
12. Oktober 2016, 08:07 Uhr
Foto: firo

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„Alle brennen darauf, wieder zu spielen“ hat Tim Hoogland festgestellt nach dem Training am Dienstagnachmittag; elf Tage nach dem letzten Liga-Spiel in Aue (4:2), drei Tage vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen.

Das gilt auch wieder für den Routinier selbst: Genau wie Timo Perthel absolvierte der Defensiv-Stratege gestern erstmals nach seiner Verletzungspause wieder ein komplettes Mannschaftstraining. Und fühlte sich dabei und danach schlicht „gut“. Heißt: Grundsätzlich ist er wieder bereit. Allerdings fehlte Hoogland, der erst eine Krankheit auskurieren musste und sich dann am Oberschenkel verletzte, seit Anfang September, sein letztes Spiel bestritt er Ende August gegen Hannover (1:1). Perthel hat das Mannschaftstraining seit dem Spiel in Düsseldorf vor drei Wochen verpasst. Für beide dürfte die Partie am Freitag zu früh kommen, zumal ihre Vertreter zuletzt mit ordentlichen Leistungen aufwarteten: außen Nico Rieble, innen Pawel Dawidowicz.

Sieben Spieler sind verletzt

Letzterer fehlte gestern beim Training, weil er am Abend mit Polens A-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation auf Armenien traf. Weil auch Dominik Wydra, ebenfalls ein Innenverteidiger, unterwegs war mit der U21 Österreichs, übernahm Hoogland gleich seine Stamm-Position im Abwehrzentrum neben Felix Bastians. Rechts agierte Jan Gyamerah, der wohl den verletzten Stefano Celozzi ersetzen wird, links Rieble - und davor Russell Canouse auf der Position von Anthony Losilla, der ja einige Wochen ausfallen wird. Canouse wurde ja auch als zentraler Mittelfeldspieler geholt, er hat in der Vorbereitung dort gespielt. In der Liga sprang er dann zweimal als rechter Außenverteidiger ein, bei seinen Einwechslungen agierte er weiter vorne.

Trainer Gertjan Verbeek ließ nun, bei neun gegen neun, offenbar die potenzielle Defensive gegen die potenzielle Offensive in grünen Leibchen (Weilandt, Wurtz, Eisfeld, Mlapa) trainieren. Ebenfalls ein grünes Leibchen trug Alexander Merkel, dessen Startelf-Debüt sich womöglich trotz der personellen Engpässe - neben Celozzi und Losilla fehlen ja auch Fabian, Stöger, Quaschner, Bandowski und Baack - noch etwas verzögern wird. Klar ist: „Wir waren in der letzten Saison Fünfter und wollen uns in diesem Bereich wieder etablieren. Da muss es unser Anspruch sein, das Heimspiel gegen Sandhausen zu gewinnen“, sagt Hoogland. Aber er ahnt auch: „Es wird wieder ein schwieriges Spiel.“

Hoogland hofft, dass „wir zeigen, dass wir gut drauf sind“. Wie zuletzt in Aue und gegen Stuttgart (1:1): „Mit diesen beiden Spielen können wir zufrieden sein“, sagt Hoogland, der in seiner Zwischenbilanz aber auch die „Schwankungen“ in der Leistung erwähnt. Daheim allerdings lief es bisher rund (zwei Siege, zwei Remis gegen Hannover und Stuttgart) - und das soll auch Sandhausen zu spüren bekommen.

Autor: Ralf Ritter

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