Der VfR Ebel verliert am heimischen Lichtenhorst auch gegen den SC Bocholt 1926 deutlich mit 2:6.

VfR Ebel

Trainer zweifelt an Bezirksligatauglichkeit

Henning Wiegert
03. Oktober 2016, 09:28 Uhr
Foto: Michael Korte

Foto: Michael Korte

Der VfR Ebel verliert am heimischen Lichtenhorst auch gegen den SC Bocholt 1926 deutlich mit 2:6.

Nach der siebten Niederlage rutscht der Aufsteiger auf den Relegationsplatz ab.

Vor dem Anpfiff war Sadettin Senyüz noch guter Dinge. Zu den elf fitten Akteuren auf dem Platz gesellte sich auch eine volle Reservebank, darunter erstmals auch der so lange vermisste Oktay Semiz. „Es sieht gut aus“, so der Trainer. Doch schon bald standen dem Übungsleiter die Sorgenfalten auf die Stirn geschrieben. Die letzte Viertelstunde der Partie verfolgte der Trainer nur noch regungslos auf seinem Plastikstuhl in der Coachingzone, nachdem Abpfiff folgten ein verärgerter Tritt gegen eine Wasserflasche und dann klare Worte: „Mit dieser Einstellung und einer solchen Leistung haben wir in der Bezirksliga nichts zu suchen. Bocholt hat völlig verdient gewonnen.“

Das Spiel gegen den SC Bocholt 1926, es offenbarte alle Probleme, mit denen der VfR Ebel in seiner momentanen Situation zu kämpfen hat. Nach einer turbulenten Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten, reichte nach elf Minuten ein Pass, um die komplette Defensive der Gastgeber auszuhebeln. Irfan Istek hob das Abseits auf, in der Zentrale fehlte die Zuordnung. Gerrit Lange nahm das Leder an, ließ Keeper Ridvan Istek aussteigen und schob zur 1:0-Führung ein. Eine Einzelaktion brachte die Gastgeber dann aber zurück ins Spiel. Auf der linken Seite tankte sich Mehmet Senyüz durch, im Strafraum konnte der einschussbereite Emre Kilic nur noch durch ein Foul gestoppt werden.

Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte zum 1:1 (23.). Es folgte die beste Phase der Bottroper, die fortan ein gutes Pressing an den Tag legten. Doch kurz vor der Pause reichte erneut ein kluger Pass, um die VfR-Abwehr matt zu stellen. Lukas Wenzel vollendete zum 2:1-Pausenstand. Als Gerrit Lange dann nach dem Seitenwechsel unbedrängt zum 3:1 einschießen konnte, schien die Messe gelesen. Doch nach einem durchaus fragwürdigen Elfmeterpfiff mitsamt einer Gelb-Roten Karte gegen den Bocholter Ferhat Cavusmann bot sich dem VfR Ebel dann doch noch einmal die große Chance in die Partie zurückzukommen. Erneut trat Emre Kilic an, doch diesmal scheiterte der Toptorjäger (68.).

In der Folge offenbarten sich Auflösungserscheinnungen, wobei auch die Einwechselung von Joker Oktay Semiz kein Wunder mehr bewirken konnte. Ohne große Gegenwehr nutzten die Gäste die sich bietenden Konterchancen zum 4:1 (78.) und 5:1 (79.), während sich die Bottroper weiterhin in Einzelaktionen verstrickten und sich viele Fehlpässe leisteten. Letztlich hatten die Gäste aus Bocholt auch auf den 2:5-Anschlusstreffer von Emre Kilic (85.) nochmals eine Antwort parat. Postwendend traf Gerrit Lange mit seinem dritten Treffer zum 6:2-Endstand parat(86.).

Autor: Henning Wiegert

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