Geführt, gewackelt, verloren: Der FC Schalke 04 ist am Tiefpunkt der Saison 2016/2017 angekommen.

Schalke

S04 ist am Tiefpunkt der Saison angekommen

Thomas Tartemann
25. September 2016, 17:28 Uhr
Foto: firo

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Geführt, gewackelt, verloren: Der FC Schalke 04 ist am Tiefpunkt der Saison 2016/2017 angekommen.

Die Königsblauen reisten schon als Tabellenletzter zum Auswärtsspiel nach Hoffenheim an. Nach dem 1:0-Führungstreffer und dem 1:1-Zwischenstand war die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl immerhin auf Rang 16 geklettert. Aber am Ende setzte es ein 1:2 (1:2). Und damit leuchtet es „Rot“ auf Schalke.

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Kapitän Benedikt Höwedes & Co. starteten zunächst perfekt ins Spiel. Sascha Riether schickte Breel Embolo mit einem Flachpass aus der eigenen Hälfte auf die Reise. Der Schweizer setzte sich gegen zwei Hoffenheimer durch, flankte auf Eric Maxim Choupo-Moting, der vor Olympia-Silbermedaillen-Gewinner Niklas Süle an den Ball kam und zur Führung einköpfte (4.). 5000 mitgereiste Schalke-Fans verwandelten die Gästekurve und den angrenzenden Sitzplatzblock in eine blau-weiße Partyzone. Im Vergleich zum 1:3 gegen Köln hielt die Führung genau zehn Minuten länger, aber eben nicht lange genug. Nach 17 Minuten köpfte Andrej Kamaric nahezu unbedrängt zum 1:1 ein. S04-Verteidiger Matija Nastasic hätte den Zweikampf energischer führen müssen.

Hinzu kam die Passivität von Leon Goretzka, der Flankengeber Pavel Kaderabek nur eskortierte. Die Königsblauen ließen sich trotz des Rückschlags nicht aus der Bahn kippen, sondern antworteten durch Leon Goretzka, der nach einem Solo mit einem Flachschuss an TSG-Keeper Oliver Baumann scheiterte (28.). Nach einer Flanke von Abdul Rahman Baba beförderte Klaas-Jan Huntelaar den scharf geschnittenen Ball per Kopf an den Pfosten (33.). Ein dicker Aufbaufehler sorgte für den nächsten Nackenschlag im königsblauen Lager. Nabil Bentaleb wollte den Ball auf der linken Außenbahn über den angreifenden Hoffenheimer Kerem Demirbay streicheln. Der Versuch misslang, Bentaleb packte die Grätsche aus, die allerdings ins Leere rutschte. Demirbay nahm Tempo auf, sah die unsortierte Schalker Viererkette und passte genau in die Schnittstelle auf den völlig freistehenden Lukas Rupp, der aus zwei Metern eindrückte (41.). Schalkes Außenverteidiger Sascha Riether hätte mit energischem Eindrücken zumindest versuchen können, das Schlimmste zu verhindern.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Schalke um den Ausgleich, ohne allerdings die ganz große Druckphase aufbauen zu können. Auf Pass von Bentaleb kam Chopo-Moting zum Abschluss, wurde aber vom grätschenden Kevin Vogt, der den Ball leicht mit dem Unterarm touchierte, und dem sicher zupackenden Torwart Oliver Baumann gestoppt (50.). Mit Alessandro Schöpf, der für farblosen Benjamin Stambouli kam, und Max Meyer, der den keineswegs enttäuschenden Klaas-Jan Huntelaar ersetzte, setzte Markus Weinzierl Impulse von der Bank. Über Ansätze, die am oder im gegnerischen Strafraum zunichte gemacht wurden, kamen die Gäste nicht hinaus.

Nach einer abgewehrten Hereingabe, die Schalkes Torwart Ralf Fährmann zur Strafraummitte abwehren musste, nagelte Hoffenheims Nadiem Amiri den Nachschuss an den linken Außenpfosten (73.). Einen weiteren Konter löschte Benedikt Höwedes mit einer beherzten Grätsche (87.). Die Geduld der S04-Anhänger bröckelt allmählich. In der Schlussphase wurden aus tausenden Kehlen „wir wollen euch kämpfen sehen“-Rufe laut. Eine deutliche Botschaft an die Schalker Profis, endlich die Kurve zu kriegen.

Autor: Thomas Tartemann

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