Schalkes Benjamin Stambouli und Nabil Bentaleb hockten niedergeschlagen in der Kabine:

Schalke

Ausgerechnet Stambouli und Bentaleb patzten

Manfred Hendriock
18. September 2016, 20:46 Uhr
Foto: firo

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Schalkes Benjamin Stambouli und Nabil Bentaleb hockten niedergeschlagen in der Kabine:

Mit zwei individuellen Fehlern hatten die beiden Mittelfeldspieler die Schalker 0:2-Pleite bei Hertha BSC Berlin eingeleitet: Ausgerechnet die beiden Neuzugänge, die mit ihrer Kompromisslosigkeit für das neue Schalke stehen sollen. Und dann das.

Beim ersten Tor hatte sich Stambouli an der Seitenlinie abkochen lassen, das zweite verschuldete Bentaleb mit einem leichtfertigen Ballverlust im Mittelfeld. “Das waren zwei Einladungen von uns”, zürnte Trainer Markus Weinzierl. Und auch Manager Christian Heidel meinte mit Blick auf den Patzer von Stambouli: “Das kann man sicher anders lösen, da muss man gar nicht in den Zweikampf gehen. Man weiß vorher, dass es gefährlich wird, wenn man da den Ball verliert.”

Dabei hatten die beiden Neuzugänge bis dahin ein ordentliches Spiel gemacht. Heidel hatte aber darüber hinaus beobachtet: “Vielleicht war auch ein Quäntchen Überheblichkeit dabei, weil es gerade zwei Spielern passiert ist, die zuletzt sehr gelobt worden sind.”

Der Franzose Stambouli, den Schalke für 8,5 Millionen Euro von Paris St. Germain verpflichtet hat, und der Algerier Bentaleb, der von Tottenham Hotspur ausgeliehen ist, hatten quasi aus dem Stand das Schalker Mittelfeld erobert. Bezeichnend: Johannes Geis und Dennis Aogo, die beim ersten Bundesligaspiel in Frankfurt (0:1) noch die Doppel-Sechs gebildet hatten, saßen in Berlin nicht einmal auf der Bank - für sie war kein Platz im 18-er Kader frei. Doch abgeschrieben müssen sie damit noch nicht sein.

Autor: Manfred Hendriock

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