Nur eine kurze Pause von der Regionalliga:

Westfalenpokal

Sprockhövel will erste Pokalhürde nehmen

Heiner Wilms
17. August 2016, 07:47 Uhr
Foto: Walter Fischer

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Nur eine kurze Pause von der Regionalliga:

Die Fußballer der TSG Sprockhövel müssen heute Abend die Träumerei von den großen Stadien erst einmal ausblenden, denn jetzt sind sie zunächst in einem anderen Wettbewerb gefordert. Um 19.30 Uhr treten die Sprockhöveler in der ersten Runde des Wettbewerbs um den Westfalenpokal beim VfL Senden an. Die Partie findet auf der Sportanlage an der Bulderner Straße 15 statt.

Gute Stimmung beim Aufsteiger
Eine Atmosphäre wie am Samstag auf dem Aachener Tivoli wird es da mit Sicherheit nicht geben, aber auch die Verantwortlichen des VfL Senden sind stolz auf ihre Anlage. Denn im vergangenen Jahr wurde ein neuer Kunstrasenplatz eingeweiht. Und dieses Ereignis passte dann gut zur ohnehin hervorragenden Stimmung im Verein. Denn mit Senden ging es zuletzt bergauf. Die Münsterländer wurden in der vergangenen Saison Meister in der Bezirksliga und spielen jetzt in der Landesliga um Punkte – zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte. Trainiert wird die Mannschaft von Rainer Leifken, der früher für Preußen Münster am Ball war.

In Senden freut man sich darüber, in der ersten Runde des Westfalenpokals auf einen Regionalligisten zu treffen, große Chancen auf ein Weiterkommen rechnet man sich allerdings nicht aus. Dabei hat doch der Pokal...

Aber lassen wir das mit diesen eigenen Gesetzen des Pokals. Tatsache ist jedoch, dass die TSG Sprockhövel in der Vergangenheit auch schon gegen unterklassige Mannschaften ausgeschieden ist. Das hat auch Trainer Andrius Balaika schon als Spieler erlebt, und deshalb geht der Litauer auch diese Partie mit großem Respekt an. „Ich gehe davon aus, dass wir auf einen motivierten Gegner treffen und dass es ein schwieriges Spiel wird“, sagt Balaika, der seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen Alemannia Aachen wohl kräftig durchmischen wird. Klar ist aber, dass die TSG das Spiel mit Akteuren aus dem Regionalliga-Kader angehen wird. „Ich denke, dass wir den Spielern eine Chance geben, die sonst nicht so oft auf dem Platz stehen“, sagt Balaika, ohne sich dabei aber konkret festlegen zu wollen.

Sprockhövels Trainer ist auch dieses Pflichtspiel sehr wichtig. Er will unbedingt gewinnen. Nicht etwa deshalb, weil am Ende der Westfalenpokal-Runde der Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals stehen könnte. Nein, dass ist dem Trainer noch zu weit weg. „Aber wir könnten in einer der nächsten Runde ja einen richtig attraktiven Gegner zugelost bekommen“, sagt Balaika mit dem Blick in die nähere Zukunft. Und dass die Spiele gegen solche Gegner richtig Spaß machen können, hat man ja zuletzt in der Regionalliga gesehen.

Autor: Heiner Wilms

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