Nur wenige Tage nach dem feststehenden Abstieg in die Bezirksliga richtet der 1. FC Wülfrath den Blick nach vorne.

1. FC Wülfrath

Dünn will schnelle Rückkehr in die Landesliga

08. Juni 2016, 08:27 Uhr
Foto: Kai Griepenkerl

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Nur wenige Tage nach dem feststehenden Abstieg in die Bezirksliga richtet der 1. FC Wülfrath den Blick nach vorne.

"Morgens unter der Dusche ärgere ich mich schon noch zwischendurch, aber das müssen wir abschütteln", gibt sich Joachim Dünn, Sportlicher Leiter der Bergischen, kämpferisch.

Mit fünf Siegen aus den letzten fünf Spielen hatte sich der 1. FC aus schier auswegloser Situation noch einmal oben herangepirscht, am Ende scheiterten sie nur wegen des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem FC Remscheid. "Die Hoffnung war am Ende noch einmal groß", berichtet Dünn. "Aber es lässt sich halt nicht mehr ändern. Wir müssen das jetzt als Betriebsunfall hinnehmen und schnellstmöglich wieder aus der Bezirksliga herauskommen."

Der Plan dafür steht jedenfalls. Zwölf Spieler aus dem aktuellem Kader konnten gehalten werden, der neue Trainer Maik Franke kommt auch endlich wieder aus der Region, mit Markus Fürguth, Christos Karakitsos (beide SSVg Heiligenhaus), Adem Cakat (TVD Velbert) und Marc Morsbach (Union Velbert) sind zudem vier Neuzugänge bereits klar. Ein Torwart, sowie fünf Neue sollen noch kommen. Die Gespräche laufen laut Dünn bereits: "Wir achten dabei noch mehr auf die Charakterstärke. Es werden ausschließlich Spieler sein, mit denen wir, also Maik und ich, auch bereits zusammengearbeitet haben, oder auf deren Empfehlung Dritter wir uns auch verlassen können."

Bedarf sehen die Bergischen hauptsächlich im Mittelfeld. Dünn: "Maik und ich sind der Meinung, dass wir sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive überragend besetzt sind. Vakanzen sehen wir im Moment im Mittelfeld." Dabei geht es allerdings nicht nur um die Spitze, sondern auch die Breite. So wollen die Verantwortlichen möglichst jede Position doppelt besetzt haben, ein weiterer "strategischer Sechser" sei dennoch im Blickfeld.

Dass ein Aufstieg nicht planbar sei, ist Dünn allerdings bewusst. Auch von den Träumereien von einer Rückkehr in die Oberliga wird erst einmal Abstand genommen: "Ich habe vom Vorsitzenden Michael Massenberg eins übernommen: Erfolg muss langsam wachsen. Es wäre ungesund, wenn letztendlich alles zu schnell geht. Wenn es nicht sofort klappt, werden wir die Mannschaft gezielt verstärken und es dann im Jahr darauf versuchen."

Zu lange darf es allerdings auch nicht dauern: "Wenn es zu lange dauert, besteht die Gefahr, dass das Umfeld Bezirksligaformat annimmt. Durch die Jahre in der Ober- und Verbandsliga sind viele Strukturen für diese Ligen geschaffen worden, die dürfen nicht kaputt gehen." Sonst gleiche der jetzige Abstieg eher einem GAU, als nur einem Betriebsunfall.

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