Mit 3:0 hat Rot-Weiss Essen den Wuppertaler SV im Niederrheinpokal-Finale besiegt und sich somit für den DFB-Pokal qualifiziert.

RWE - WSV

Uerdingen will Binder

Tino Berges, Pascal Biedenweg
29. Mai 2016, 09:48 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Mit 3:0 hat Rot-Weiss Essen den Wuppertaler SV im Niederrheinpokal-Finale besiegt und sich somit für den DFB-Pokal qualifiziert.

Die Stimmen zum Spiel:

Stefan Vollmershausen (Trainer WSV) zur Partie: "Erstmal Glückwunsch an Rot-Weiss Essen zum Pokalsieg. Sven Demandt und Jürgen Lucas haben einen großen Anteil an dem, was diese Mannschaft die letzten Wochen geleistet hat. Wir haben uns akribisch auf dieses Spiel vorbereitet und RWE im Vorfeld mehrfach beobachtet. Leider haben wir unsere Vorgaben und Ziele nicht perfekt umsetzen können. Es ist uns nicht gelungen, Rot-Weiss Essen bereits früh unter Druck zu setzen. Dadurch haben wir keinen Zugriff gehabt. Wir hatten im Laufe des Spiels dann einige Situationen, wo wir mehr Kapital draus hätten schlagen können. Solche Chancen muss man in wichtigen Spielen einfach nutzen. So ist es am Ende ein deutliches Ergebnis, dass meiner Meinung ein Tor zu hoch ausgefallen ist."

Vollmershausen zu dem Einsatz von Manuel Bölstler: "Wir hatten personell keine angenehme Woche und einige Ausfälle zu beklagen. Es waren einige junge Spieler auf dem Platz und in der Anfangsformation. Der Manuel trainiert regelmäßig bei uns mit und ist auch im Elf-gegen-Elf im Training häufig dabei und dann ist im Verlauf der Woche die Entscheidung gereift, dass er spielt und ich finde auch, dass er das mehr als ordentlich gemacht hat.

Davide Leikauf (WSV): "Die Niederlage tut natürlich weh, aber wir haben eine super Saison gespielt. Die Fans waren unglaublich. Das gibt uns Rückhalt, auch wenn wir verloren haben. Man hat ein bisschen den Klassenunterschied gesehen im Spiel, obwohl wir auch unsere Chancen hatten. Wenn man die dann allerdings nicht nutzt, dann wird es schwer, gegen Essen zu gewinnen.

Manuel Bölstler (WSV): "Wir hatten wenig Ballbesitz und nicht genug Spielanteile. Das ist natürlich tödlich, gerade wenn wir unsere wenigen Chancen dann nicht nutzen. Am Ende muss man sagen, dass es eine verdient Niederlage war. Ein ganz großes Lob geht aber an unsere Fans, die uns hier 90 Minuten lang angefeuert und nach vorne gepeitscht haben. Das war der Hammer."

RWE-Trainer Sven Demandt hielt sich auf der Pressekonferenz gewohnt zurück und lachte die Freude in sich hinein: "Ich bin natürlich sehr froh und glücklich - nicht nur über den Pokalsieg, sondern auch darüber, wie wir aufgetreten sind. Wir haben von der ersten Minute an ein richtig gutes Spiel abgeliefert und waren sehr dominant. Bis auf die fünf Minuten in der ersten Halbzeit, in denen der WSV in Führung hätte gehen können, waren wir klar überlegen. Man konnte sehen, dass wir uns ein anderes Auftreten, ein anderes Selbstbewusstsein erarbeitet haben. Nach so einer Saison ist es wirklich geil, am Ende noch was Zählbares in den Händen zu haben. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs."

[person=3705]Leon Binder[/person] war selbst von seinem überragenden Tor überrascht: "Also da muss ich schon lange nachdenken, wann ich zuletzt so ein Tor geschossen habe. Da fällt mir jetzt nichts ein. Generell sind wir natürlich glücklich über den Sieg. In diesem Spiel ist sehr viel für uns gelaufen. Der Gegner hat die erste große Chance nicht genutzt und wir haben danach eiskalt zugeschlagen. Danach haben wir das sehr souverän gemacht." Die Kulisse im Stadion Essen begeisterte auch den 29-Jährigen: "So eine Kulisse mit 17.000 Zuschauern - da saugt man alles auf." Über seine Zukunft will der Außenverteidiger in der kommenden Woche entscheiden - denn der KFC Uerdingen baggert an Binder: "Wir werden uns nächste Woche zusammen setzen und die finalen Gespräche führen."

Autor: Tino Berges, Pascal Biedenweg

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