Zwischen der SSVg Velbert und dem SV Rödinghausen kommt es am Samstag (14.00 Uhr) zum Abstiegsduell. Für beide Klubs könnte es eine entscheidende Partie sein.

Velbert - Rödinghausen

Vorentscheidung im Abstiegskampf?

Martin Herms
29. April 2016, 15:52 Uhr
Foto: Frank Gröner

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Zwischen der SSVg Velbert und dem SV Rödinghausen kommt es am Samstag (14.00 Uhr) zum Abstiegsduell. Für beide Klubs könnte es eine entscheidende Partie sein.

Für Velbert könnte es die letzte Chance sein, die Möglichkeit auf den direkten Klassenerhalt zu wahren. Bei einem Sieg gegen den SVR wären die Bergischen bis auf einen Punkt am Konkurrenten, der aktuell Tabellenplatz 14 belegt, dran. Das will Rödinghausen natürlich verhindern. "Das Spiel ist extrem wichtig", weiß Rödinghausens Interimstrainer Tim Daseking. Der Nachwuchskoordinator des SVR hat vor zwei Wochen das Amt von Mario Ermisch übernommen und seitdem eine "absolut intakte Mannschaft" vor sich. "Die Einstellung, Wille und Moral stimmen bei allen. Unser Problem ist, dass wir keine Tore schießen. In der Rückrunde fällt uns das einfach unglaublich schwer."

Im Nachholspiel gegen den SC Verl am Mittwoch hat Daseking schon gute Ansätze seiner Mannschaft gesehen. "Wir spielen ansehnlichen Fußball, aber im letzten Drittel verpassen wir es dann, zielstrebig in Richtung Tor zu gehen", erklärt er. "Das Problem ist, dass sich im Fußball dann häufig eine gewisse Eigendynamik entwickelt, wenn es nicht läuft. Die müssen wir jetzt durchbrechen." Hilfreich wäre dabei, wenn Rödinghausen endlich mal in Führung gehen würde. Das ist seit dem letzten Sieg gegen Alemannia Aachen am 28. Spieltag nämlich nicht mehr gelungen. "Dann werden wir auch mutiger und es läuft vielleicht mal anders. Die beste Medizin in unserer Situation ist ein Erfolgserlebnis."

Damit dieses auch endlich gelingt, wollen Daseking und Rödinghausen am Wochenende die Ruhe bewahren. Jeder Spieler weiß, was auf dem Spiel steht, da muss der Trainer nicht noch besonders intervenieren. "Natürlich besprechen wir gewisse Dinge", erklärt Daseking, "aber wichtig ist, dass wir im Training unser Programm abspulen und gewisse Dinge einstudieren, damit das im Spiel dann auch klappt. Wir müssen einfach nur an unsere eigenen Fähigkeiten glauben."

Für die Bergischen ist ein Sieg vor heimischem Publikum Pflicht. Mut konnten die Verantwortlichen aus der unglücklichen 2:3-Niederlage am Mittwoch in Essen schöpfen. Trotz der Pleite zeigten sich die Bergischen über weite Strecken stark verbessert. Vereinsboss Oliver Kuhn ist deshalb davon überzeugt, dass seine Mannschaft den Bock umstoßen wird. "Wir haben gegen ein Essen ein starkes Spiel gemacht. Wenn wir diese Leistung in unserem Stadion bestätigen, werden wir Rödinghausen schlagen und den Klassenerhalt schaffen."

Autor: Martin Herms

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