RWO und der Niederrheinpokal. Es gibt bessere Beziehungen - nach Baumberg, Hö.-Nie. und RWE war dieses Mal in Wuppertal Schluss.

RWO

Wieder mal etwa "120.000 Euro den Jordan runter gegangen"

Christian Brausch
21. April 2016, 11:55 Uhr
Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

RWO und der Niederrheinpokal. Es gibt bessere Beziehungen - nach Baumberg, Hö.-Nie. und RWE war dieses Mal in Wuppertal Schluss.

Immer auf eine Art und Weise, die noch lange nachwirken kann. Zwei Mal Elfmeterschießen, einmal ein Gegentor nach einem dicken Torwart-Patzer in der 90. Minute. Wir sprachen mit einem sichtlich geknickten Oberhausens Präsident Hajo Sommers über das Aus von Wuppertal.

Hajo Sommers, RWO und der Niederrheinpokal passen nicht zusammen, oder?
Wir sollten einfach nicht mehr mitmachen. Kein Vorwurf an die Jungs, außer, dass sie die Buden nicht gemacht haben. Glück ist einfach nicht unser zweiter Vorname.

Zum zweiten Mal wurde Christoph Caspari mit einem verschossenen Elfmeter zum tragischen Helden. Müssen Sie sich um den nun verstärkt kümmern?
Einen erwischt es ja immer, bei uns nur leider immer denselben. Da hat er sicher dran zu knacken. Aber er ist stark und selbstbewusst genug, um damit umzugehen. Doch das macht einem Spieler schon zu schaffen.

Zudem geht dem Verein mal wieder viel Geld durch die Lappen. Welchen Betrag müssen Sie nun abschreiben?
Da sind mal wieder knapp 120.000 Euro den Jordan runtergegangen. Dazu kommt das Geld, was wir durch eine mögliche DFB-Teilnahme eingenommen hätten. Und nächstes Jahr fahren wir wieder über die Dörfer, vermutlich wieder bis zum Halbfinale. Und dann kommt wieder irgendwas. Auch in Wuppertal habe ich damit gerechnet, zumal wir offenbar kein Elfmeterschießen können. Vorher mussten wir das Ding einfahren. Ich weiß gar nicht, wer alles allein auf den Torwart zugelaufen ist. Es hat mal wieder nicht sollen sein. Eines hat mich aber gefreut.

Und was?
(Lacht) Unsere jugendliche Torwartausbildung hat dem Gegner geholfen (Keeper Wickl, der den entscheidenden Elfer hielt, wechselte vor einigen Monaten von RWO zum WSV (Anmerkung der Redaktion)). Da scheinen wir gute Arbeit zu leisten.

Im Sommer laufen sehr viele Verträge aus. Wie ist der Stand der Verhandlungen?
Frank Kontny hat gut zu tun derzeit. In diesem Jahr wird schon wesentlich höher gepokert als zuletzt. Wenn wir wollen, heißt das noch längst nicht, dass der Spieler auch will. Es gibt ja immer noch das eine Angebot aus der dritten Liga oder eines von den drei oder vier Teams aus der Regionalliga, die viel Geld haben. Wir hören immer, dass eine Entscheidung im Mai fallen wird.

Aber wie wir RWO kennen, wird Ihnen irgendwann der Geduldsfaden reißen. Wie lange lässt sich der Verein hinhalten, bis er eine Entscheidung einfordert?
Die Spieler bekommen noch ein bisschen Zeit, aber nicht mehr lange.

Gibt es denn auch Fälle, wo bald Vollzug vermeldet werden kann?
In der kommenden Woche wird es hoffentlich Entscheidungen geben.

Wie ist Ihr Bauchgefühl bezüglich des anstehenden Kaders? Wird es viele Veränderungen geben?
Nein, ich denke, wir sprechen von fünf oder sechs Positionen. Vielleicht wird der Kader auch um ein oder zwei Spieler reduziert, weil er aktuell relativ groß ist.

Was wird eigentlich aus Mike Terranova, wenn die U23 in die Landesliga absteigt? Bleibt er dann auch Trainer der Reserve?
Mike wird bleiben.

Autor: Christian Brausch

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