Nach einer fantastischen Hinserie scheint dem FC Neuruhrort im Meisterschaftskampf in der Bezirksliga 10 die Luft auszugehen.

FC Neuruhrort

Degenhard bemängelt fehlende Geduld

Hendrik Niebuhr
12. April 2016, 10:53 Uhr
Foto: Kraczyk

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Nach einer fantastischen Hinserie scheint dem FC Neuruhrort im Meisterschaftskampf in der Bezirksliga 10 die Luft auszugehen.

Bis zum Winter marschierten die Bochumer durch die Liga, verloren nur zwei Partien und feierten hochverdient die Herbstmeisterschaft. Doch in diesem Jahr läuft es bisher noch nicht rund bei der Mannschaft von Dino Degenhard: Von sieben Spielen wurde nur eins gewonnen, zuletzt gab es nur einen Punkt aus vier Begegnungen. Dadurch rutschte Neuruhrort bereits auf den dritten Platz ab und hat schon vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Firtinaspor Herne.

"Wir sind nicht geduldig genug", sucht Degenhard nach Gründen für die anhaltende Negativserie. Wurde seine Mannschaft in der Hinrunde noch oftmals unterschätzt und "normal" bespielt, wirft nun jeder Gegner alles in die Waagschale. Die fehlende Geduld resultierte in den bisherigen Partien schließlich häufiger in Undiszipliniertheiten - gleich dreimal musste der FCN in dieser Rückserie ein Spiel in Unterzahl beenden.

Ergebnistechnisch negativer Höhepunkt war nun die 0:3-Pleite am Sonntag gegen den akut abstiegsgefährdeten DJK TuS Rotthausen. Degenhard konnte das Ergebnis auch am Tag danach nur schwer fassen: "Wir machen das Tor nicht, kassieren einen Sonntagsschuss zum 0:1, treffen danach Pfosten und Latte und fangen uns einen Konter zum 0:2. Rotthausen war dreimal vor unserem Tor. Das ist eine Kettenreaktion und spiegelt unsere derzeitige Situation wider."

Am kommenden Wochenende könnte es somit bereits die letzte Chance für Neuruhrort geben, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden. Denn am Sonntag geht es zum Tabellenführer Firtinaspor. Bei einer Niederlage würde der Abstand auf sieben Zähler anwachsen - voraussichtlich eine zu große Bürde. Degenhard will jedoch keinen Druck aufbauen: "Es ist derzeit egal, wie der Gegner heißt. Wir müssen auf uns gucken. Natürlich wollen wir auf Sieg spielen und dann oben wieder angreifen, aber auch wenn es nicht klappt, haben wir in dieser Saison schon gut was erreicht."

Autor: Hendrik Niebuhr

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