Der 1. FC Wülfrath kommt nach dem Rücktritt von Trainer Mesut Güngör nicht zur Ruhe. Jetzt legte der Verein in einem offen Brief gegen den Ex-Coach nach.

1. FC Wülfrath

"Vorstand lässt sich nicht erpressen"

Krystian Wozniak
06. April 2016, 17:07 Uhr
Foto: Kai Griepenkerl

Foto: Kai Griepenkerl

Der 1. FC Wülfrath kommt nach dem Rücktritt von Trainer Mesut Güngör nicht zur Ruhe. Jetzt legte der Verein in einem offen Brief gegen den Ex-Coach nach.

Michael Massenbergs (1. Vorsitzender) Stellungnahme zum Rücktritt des Trainers:

Trainer Güngor hat sein Traineramt am Samstag, den 2. April 2016 niedergelegt. Nachdem der Trainer verlauten ließ, dass der langjährige Spieler [person=5207]Engin Kizilarslan[/person] schlechte Stimmung ins Team bringen würde, standen in der letzten Woche einige Einzelgespräche mit Spielern und ein Gespräch mit der Mannschaft an. Alle Gespräche haben nicht im Ansatz gezeigt, dass der Trainer mit seiner Behauptung richtig lag. Aufgrund dieser Erkenntnis sah der Vorstand keinen Handlungsbedarf, den erfahrenen Spieler abzumahnen oder gar zu suspendieren. Der Trainer stellte uns letztendlich vor die Wahl: Entweder der Spieler geht oder ich. Der Trainer hat dann die Konsequenz gezogen und die Tätigkeit beendet. Nach zwei Siegen in Folge eine unverständliche Entscheidung, bei er die viel gepriesene Identifikation mit dem Verein wohl weit in den Hintergrund gestellt hat. Die Mannschaft ist endlich auf einem guten Weg und kann Störungen im Abstiegskampf nicht gebrauchen. Der Vorstand bedauert die Entscheidung, kann sich aber nicht erpressen lassen. In dieser Diskussion konnte der Vorstand dem Trainer aufgrund der Schilderungen keine volle Rückendeckung geben. Fazit: Nicht der Spieler hat die Unruhe gebracht, sondern der Trainer.

Der Verein hofft nunmehr, dass Ersatztorwart Justin Knackmus in den Kader zurückkehrt, der aufgrund mangelnder Kommunikation mit dem Trainer plötzlich den Verein verlassen hat. Auch Thomas Nawrath hat den Verein vor kurzem aus ähnlichem Grund verlassen. Diese Abgänge ereigneten sich während der Niederlagenserie von vier Spielen, nach denen der Vorstand dem Trainer weiterhin volle Rückendeckung gab.

UPDATE:
Am Mittwochmittag teilte Michael Massenberg unserer Redaktion it, dass Justin Knackmus wieder zur Mannschaft zurückgekehrt ist. Eine Entscheidung in der Trainerfrage soll auch kurz bevor stehen.

Autor: Krystian Wozniak

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