Freitag auf dem Rückflug von Antalya nach Düsseldorf: Peniel Mlapa hat die Chance genutzt, einen Platz in der ersten Reihe des Sunexpress-Fliegers zu ergattern.

VfL Bochum

Mlapa schwärmt von Youngster-Boygroup

16. Januar 2016, 16:36 Uhr
Foto: firo

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Freitag auf dem Rückflug von Antalya nach Düsseldorf: Peniel Mlapa hat die Chance genutzt, einen Platz in der ersten Reihe des Sunexpress-Fliegers zu ergattern.

Vielleicht ein Bild mit Symbolcharakter. Der 25-Jährige, der Anfang August von Borussia Mönchengladbach zum VfL wechselte, ist auf der Überholspur. Mlapa: „Als ich kam, hatte ich Trainingsrückstand und keine Spielpraxis. Ich musste schon einiges aufholen, aber seit Mitte der Vorrunde läuft es immer besser.“

Und wen wundert es da, dass der 1,93-Meter-Hüne nach einem halben Jahr bilanziert: „Für mich ist alles sehr positiv gelaufen. Das verdanke ich auch einer intakten Mannschaft, die es einem leicht macht, Fuß zu fassen.“ Wie sehr Mlapa inzwischen fester Bestandteil des VfL ist, zeigen zwei Szenen vom vergangenen Mittwoch. In Abschnitt zwei erzielte der Angreifer gegen den Erstligisten Hertha BSC nach einem 0:1-Pausenrückstand einen Doppelpack und wurde von seinen überwiegend jungen Teamkollegen frenetisch gefeiert. Mlapa denkt auf dem Rückflug gerne an diesen Moment zurück. Das ist doch schön, wenn die Youngster plötzlich im Fernsehen in Deutschland in einem Livespiel zu sehen sind und dann auch noch einen großen Pokal erhalten.“

Ohne wenn und aber. Der Sieg beim Sunexpress-Cup mit Spielen gegen Hertha BSC Berlin und dem VfB Stuttgart hat die Stimmungslage im Trainingslager positiv beeinflusst. Und Mlapa gerät ins Schwärmen: „Unsere drei Jungjahrgänge aus der U19 Saglam, Gül und Pavlidis sind einfach spitze und schon total abgezockt auf dem Feld.“
Und dann fügt der Stürmer, der als U19-Akteur 2010 immerhin mit der höchsten deutschen Fußballauszeichnung – der goldenen Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet wurde, hinzu: „Boah ey, die sind mit 17 Jahren auf dem Platz so cool. Ich denke, in ihrem Alter war ich noch nicht so weit. Da muss ich den Hut ziehen und sagen: Sie machen ihre Sache richtig gut.“

„Wenn er wüsste, wie gut er ist, würde er bei Manchester spielen.“
Sportvorstand Christian Hochstätter über Peniel Mlapa

Nicht nur gut, sondern immer besser macht auch Mlapa seinen Job und wird immer präsenter. Und dann bezieht er zu einem in Fankreisen heiß diskutierten Thema Stellung: „Es muss doch nicht zwangsläufig heißen, entweder spielt Simon oder ich. Das eine schließt doch das andere gar nicht aus. Wir haben beide andere Qualitäten, warum soll das nicht gemeinsam funktionieren?“

Mlapa sieht sich selbst mit 24 Jahren nicht nur als jung an, sondern auch als entwicklungsfähig: „Ich arbeite jeden Tag daran mich zu verbessern. Fühle mich in Bochum pudelwohl, habe noch anderthalb Jahre Vertrag und freue mich einfach diesen Schritt im Sommer vollzogen zu haben.“ Dass Mlapa seinen Leistungszenit noch nicht erreicht hat, davon ist Sportvorstand Christian Hochstätter felsenfest überzeugt: „Wenn er wüsste, wie gut er ist, würde er bei Manchester spielen.“

Vielleicht ein Hinweis darauf, dass Mlapa nicht in jedem Spiel seine Fähigkeiten abruft. Dass er in Bochum spielt allerdings, ist für den VfL ein Glücksfall, denn eigentlich ist der Stürmer aufgrund seiner Fähigkeiten für Liga zwei überqualifiziert.

Zur Freude der Fans allerdings, hat er in Bochum Fuß gefasst. Freundlich, offen und entgegenkommend, hat er sich in der Mannschaft und in der großen Anhängerschar schnell ein Standing erarbeitet, was nicht jedem an der Castroper Straße vergönnt ist. Mlapa: „Wenn wir ab Februar ein wenig mehr Glück auf unserer Seite haben und vielleicht noch einen Tick entschlossener sind, dann ist noch einiges möglich.“
An der Entschlossenheit hat der VfL in Belek auch mit Mentaltrainer Heiner Langenkamp gearbeitet. Mlapa: „Ein freiwilliges Angebot, das das perfekte Trainingslager abgerundet hat.

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