Hans-Joachim Watzke hat die Reise nach Dubai, wo Borussia Dortmund sich gerade auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga vorbereitet, verteidigt.

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Watzke verteidigt die Dubai-Reise

Andreas Berten
12. Januar 2016, 12:48 Uhr
Foto: firo

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Hans-Joachim Watzke hat die Reise nach Dubai, wo Borussia Dortmund sich gerade auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga vorbereitet, verteidigt.

"Ich kann verstehen, dass von Seiten der Politik auch mal hinterfragt wird. Wir haben bei der Idee, nach Dubai zu gehen, auch nicht im ersten Moment gedacht: Bombe", erklärte der Vorstandsvorsitzende bei einem Mediengespräch in der Mannschaftsunterkunft Park Hyatt. "Wir bezahlen das hier und hauen wieder ab, das ist eine reine Geschäftsbeziehung", so Watzke.

Der BVB war genauso wie Eintracht Frankfurt (residiert im benachbarten Abu Dhabi) und Bayern München (schlug das Trainingslager in Katar auf) unter anderem von der Grünen-Politikerin Claudia Roth für den Aufenthalt am Persischen Golf kritisiert worden, weil an den jeweiligen Standorten Menschenrechte zu kurz kämen, Frauen unterdrückt würden und wie im Fall von Dubai das Existenzrecht Israels nicht anerkannt würde. "Menschenrechte sind universelle Rechte, die in jeder Kultur gelten", hatte Roth der "Bild" gesagt, "die deutschen Bundesligavereine mit ihren Millionen Fans weltweit tragen eine wichtige Verantwortung." Watzke konterte den Vorwurf mit dem spitzen Verweis, dass auch in der Türkei nicht alles mit rechten Dingen zugehe: "Hoffentlich muss Frau Roth nicht irgendwann ihr Haus in der Türkei verkaufen." Zum Zeitpunkt des Gesprächs hat der BVB-Geschäftsführer allerdings noch nichts von dem schrecklichen Anschlag in Istanbul gewusst.

Nach einer internen Bewertung hätte der BVB die Reise in das Emirat aber verantworten können. "Wir wissen, dass es keine lupenreine Demokratie ist", erklärte Borussias Vorstandsvorsitzender, "wir wollten keine politische Aussage treffen. Natürlich können wir krasse Fälle ausschließen, wir würden nie nach Nordkorea reisen." Watzke betonte, "wir haben keine bestehenden Machtverhältnisse hofiert und müssen aufpassen, nicht den Fehler zu machen, unseren Lebensstil als Maßstab für alle anderen zu setzen." Der BVB reist am Samstag wieder aus Dubai ab.

Autor: Andreas Berten

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