Stolze zwölf neue Spieler hat Rot-Weiss Essens Sportlicher Leiter Andreas Winkler im vergangenen Sommer verpflichtet.

RWE

Zwei Sechsen im Angriff

28. Dezember 2015, 15:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Stolze zwölf neue Spieler hat Rot-Weiss Essens Sportlicher Leiter Andreas Winkler im vergangenen Sommer verpflichtet.

Eingeschlagen hat kaum einer. Im Transfer-Zwischenzeugnis von RevierSport stehen sogar zwei Sechsen.

Robin Heller (Fortuna Düsseldorf II): Er kam als echter Konkurrent für Niclas Heimann und profitierte von dessen Verletzungspech. Ist inzwischen die Essener Nummer eins, stellte allerdings keine klare Verbesserung zu Heimann dar. Machte einen soliden Job, von ihm sah man kaum Fehler, rettete seiner Mannschaft aber auch selten die Punkte. Transfer-Note: 3

Tom Gubini (MSV Duisburg II): Es war von Anfang an klar, dass er nur die Nummer drei sein würde. Patzte in der Vorbereitung, kam in Pflichtspielen nicht zum Einsatz. Sein Leistungsvermögen lässt sich noch nicht wirklich beurteilen. Ohne Note

Jeffrey Obst (BSV SW Rheden): Er war der erklärte Wunschkandidat der Essener Verantwortlichen für die rechte Abwehrseite. Diese vermochte er aber nicht wie gewünscht dicht zu machen. Seine Schnelligkeit spielte er zu selten aus und seine weiten Einwürfe haben sich noch nicht als die Waffe erwiesen, wie sie es bei Tim Hermes waren. Transfer-Note: 5

Iyad Al-Khalaf (RB Leipzig II): War als Back-Up für Obst vorgesehen und wurde auch nie mehr als das. Machte ein sehr gutes Spiel im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf – in der Partie wuchs aber wohlgemerkt jeder über sich hinaus. Bislang konnte Al-Khalaf noch nicht zeigen, dass er die Qualität hat, um Rot-Weiss Essen auf Sicht zu verstärken. Transfer-Note: 5

Gino Windmüller (SSV Jahn Regensburg): Mit Windmüller kam ein erfahrener Mann für die Innenverteidigung. Es gelang ihm schnell, sich einen Stammplatz zu erkämpfen. Zeigte, dass er ein guter Abwehrspieler ist, blieb aber nicht ohne Fehler. Transfer-Note: 3

Tolga Cokkosan (VfL Bochum II): Erwies sich als gute Verpflichtung für die linke Verteidigerposition. Dort gelang es ihm zügig, den erfahrenen Patrick Huckle zu verdrängen und den Großteil der Hinrunde Stammspieler zu sein. Machte auf seiner Seite gute Spiele, sowohl in der Defensive als auch im Spiel nach vorne. Ein sinnvoller Einkauf. Transfer-Note: 2

Moritz Fritz (FC Schalke 04 II): Von der Schalker Reserve geholt und von Jan Siewert direkt zum Kapitän gemacht. Fritz gehörte stets zum Stammpersonal, erst defensiv und gegen Ende der Hinrunde auch etwas offensiver. Meistens unauffälliger, als man es von einem Mann seiner Klasse erwarten konnte, aber auch mit vier Treffern, davon dem wichtigen zum 1:0 in der Nachspielzeit gegen Wegberg-Beeck. Transfer-Note: 3

Kasim Rabihic (TSV 1860 München II): Begann als Testspieler in der Vorbereitung außergewöhnlich gut und verdiente sich so einen Vertrag an der Hafenstraße. Nach tollem Start baute er ab, fing sich aber wieder. Er kann richtig was am Ball, leitete mit seiner Kreativität viele gute Angriffe ein und war eine echte Verstärkung für den Essener Kader. Transfer-Note: 2

Amar Cekic (Stuttgarter Kickers II): „Einen Spielertyp wie ihn haben wir nicht“, war der Satz, den alle Essener Verantwortlichen in der Hinrunde unisono über ihn sagten. Klein, wuselig, aber eben auch noch unerfahren. Er trat so auf, wie man es sich von einem Perspektivspieler erhofft. Spielte wenig, aber zeigte dabei, dass er Potenzial hat, wie bei seinem Traumtor gegen Schalke II. Transfer-Note: 3

Vojno Jesic (1. FC Köln II): Der technisch starke Offensivmann konnte bisher kaum demonstrieren, was er drauf hat. Machte in der Hinrunde gerade einmal neun Spiele, davon nur zwei über die volle Distanz. Wurde dann von einem Muskeleinriss im Adduktorenbereich bis zur Winterpause außer Gefecht gesetzt. An ihn sind noch einige Hoffnungen für die Rückrunde geknüpft. Transfer-Note: 4

Kevin Behrens (Alemannia Aachen): Mehr Fehleinkauf geht nicht! Er wurde von den Essener Verantwortlichen völlig falsch eingeschätzt. Winkler und Siewert glaubten, dass die Mannschaft mit ihm einen echten „Typen“ bekommen würde, letztlich bekam sie einen Unruhestifter. Dass man einen Sommer-Neuzugang schon vor Ende der Hinrunde suspendieren und wieder wegschicken muss, ist ein Armutszeugnis. Transfer-Note: 6

Malcom Olwa-Luta (SV Heimstetten): Eine Verpflichtung, deren Sinn sich dem Betrachter noch erschließen muss. Der junge Angreifer kam aus einer langen Verletzung und sollte eine Ergänzung für die Offensive sein. Wenn er mal auflaufen durfte, wirkte er komplett überfordert. Es bleibt abzuwarten, ob er mit einer kompletten Vorbereitung im Rücken mehr zu leisten im Stande sein wird. Transfer-Note: 6

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