Am Dienstag vermeldete Schalke 04 im Zuge der Aufklärung des SFCV-Skandals eine gute Nachricht.

Schalke

Erste Prüfung im SFCV-Skandal erfolgt

08. Dezember 2015, 18:08 Uhr
Foto: Funke Fotoservices

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Am Dienstag vermeldete Schalke 04 im Zuge der Aufklärung des SFCV-Skandals eine gute Nachricht.

Wie der Bundesligist mitteilte, seien die Zahlungen der S04-Tochter TS Ticket & Secure GmbH (bzw. deren Rechtsnachfolgerin) an die SFCV Fanbetreuung GmbH - aus Sicht des Vereins Schalke 04 - korrekt abgelaufen. Dies sei in einer Sonderprüfung durch die Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein festgestellt worden.

Die Treuhand, die bislang in keiner Geschäftsbeziehung zu Schalke 04 stand, war vom Verein als unabhängiges Unternehmen gebeten worden, "eine umfassende Sonderprüfung der in Rede stehenden Verträge und Verabredungen zwischen Club und SFCV" vorzunehmen. "Es ist gut, nunmehr unmissverständlich feststellen zu können, dass alle formalen Regeln eingehalten wurden und es keinerlei Anhaltspunkte für irgendwelche Unkorrektheiten gibt", erklärte Clemens Tönnies im Anschluss auf der S04-Webseite.

Worum geht's? Die SFCV Fanbetreuung GmbH habe in den 1990er Jahren über den SFCV e.V. wesentliche Dienstleistungen für den FC Schalke 04 im Bereich der Fanbetreuung (Ticketvergabe, Organisation von Auswärtsfahrten etc.) erbracht. Zum damaligen Zeitpunkt unterhielt der FC Schalke 04 keine eigene Fanbetreuung und war auf die an die TS Ticket & Secure GmbH erbrachten Leistungen, auch vor dem Hintergrund der Lizenzierung, nach eigenen Angaben zwingend angewiesen. Wegen steuerlicher Verpflichtungen geriet die SFCV Fanbetreuung GmbH dann jedoch in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Schieflage - aus der ihr der Verein Schalke 04 wieder heraus half.

Kuh ist für den SFCV noch nicht vom Eis

Kritische Fans hatten unter anderem angezweifelt, dass dieses Vorgehen rechtlich in Ordnung war. Den Stein brachten die Ruhrknappen Bottrop ins Rollen, die vermeintlich "belastendes" Material veröffentlicht hatten. Als Mitglied im Aufsichtsrat des SFCV war auch Peter Peters in Visier der Vorwürfe geraten. Dem S04-Finanzvorstand war angelastet worden, dass vermeintlich korrupte Gebaren nicht geahndet zu haben. Vor allem für Peters dürfte die neueste Meldung deshalb eine gute Nachricht darstellen.

Was jedoch nicht heißen muss, dass der SFCV-Sumpf nun trockengelegt wäre. Die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Essen sind von der oben angesprochenen Prüfung unabhängig. "Zu den internen Abläufen und möglichen oder tatsächlichen Geschehnissen beim SFCV kann und wird der FC Schalke 04 aus Respekt vor dem Dachverband, vor allem mit Blick auf das laufende staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren, keine Stellung beziehen", ließen sich Tönnies und sein Stellvertreter Dr. Jens Buchta am Dienstag zitieren.

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