Nach dem souveränen Einzug in das Pokal-Viertelfinale steht Rot-Weiß Oberhausen in der Meisterschaft vor einer äußerst kniffligen Aufgabe.

RWO

Zimmermann nimmt glücklosen Jansen in Schutz

Martin Herms
06. November 2015, 11:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Nach dem souveränen Einzug in das Pokal-Viertelfinale steht Rot-Weiß Oberhausen in der Meisterschaft vor einer äußerst kniffligen Aufgabe.

Knapp zwei Wochen sind vergangen, seit RWO in der Wattenscheider Lohrheide eine große Chance liegen ließ, näher an Spitzenreiter Sportfreunde Lotte heranzurücken. Am kommenden Samstag wartet eine weitere knifflige Aufgabe in der Fremde.

Ähnlich wie die Wattenscheider spielt auch das Team der SSVg Velbert eine überraschend starke Saison. Mit 20 Punkten konnte der Aufsteiger sein Soll bis dato mehr als erfüllen. Das Team von Trainer André Pawlak weiß zudem gerade gegen die Spitzenteams der Regionalliga West zu überzeugen. Gegen Borussia Mönchengladbach II (2:2), die Sportfreunde Lotte (0:0) und Alemannia Aachen avancierten die Bergischen zum Favoritenschreck. Das ist auch Rot-Weiß Oberhausens Trainer Andreas Zimmermann nicht verborgen geblieben. Der RWO-Coach warnt nach dem Niederrheinpokal-Spiel gegen den FC Remscheid vor der kommenden Aufgabe in der Liga. „Velbert hat 20 Zähler auf dem Konto und kann deshalb befreit aufspielen“, weiß der ehemalige Zweitliga-Profi und fügt hinzu: „Diese Mannschaft ist sehr unangenehm und kommt vor allem über den Kampf. Wir müssen diesen unbedingt annehmen und geduldig spielen. Wenn wir das machen, werden wir dort bestehen.“

Zimmermann weiß nichtsdestotrotz um die Stärken seines eigenen Teams. Beim ungefährdeten 4:0-Sieg gegen den designierten Absteiger FC Wegberg-Beeck präsentierten sich die Kleeblätter wieder von ihrer besten Seite. Gerade im Spiel nach vorne läuft es seit einigen Wochen rund. Das Offensivtrio um Raphael Steinmetz, Simon Engelmann und David Jansen harmoniert prächtig und macht RWO dadurch viel unberechenbarer als noch in der vergangenen Saison. „Die Jungs machen das sehr gut. Genau so hatten wir uns das auch vorgestellt“, betont Zimmermann, der in Velbert erneut auf Pechvogel Tim Hermes (Entzündung am Sprunggelenk) verzichten muss.

Weitere kleinere Sorgenfalten bereitet momentan die Ladehemmung David Jansens. Der Sturmtank hat seit dem zweiten Spieltag in Ahlen nicht mehr ins Schwarze getroffen und vergab vor allem in Wattenscheid zwei Großchancen, die RWO letztlich um etwas Zählbares brachten. Zimmermann denkt jedoch erst gar nicht daran, dem Drittliga-erfahrenen Stürmer eine Auszeit zu geben. „David ärgert sich mit Sicherheit am meisten darüber, dass er zuletzt nicht getroffen hat. Aber er ist für die Mannschaft unverzichtbar, da er sich nicht nur über seine Tore definiert. Dank seines Einsatzes und seiner Fähigkeit, die Bälle in der Box zu behaupten, ist er für uns unverzichtbar“, unterstreicht „Zimbo“.

Autor: Martin Herms

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