Schalkes Jungstars sind aktuell in aller Munde. André Breitenreiter gefällt das nicht besonders.

Schalke

Breitenreiter hypt lieber Fährmann als Sané

25. September 2015, 15:37 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Schalkes Jungstars sind aktuell in aller Munde. André Breitenreiter gefällt das nicht besonders.

Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal hatte Schalkes Trainer bei der "Flucht" von Julian Draxler zum VfL Wolfsburg gewarnt: Schalke dürfe seine Talente nicht verbrennen, sondern müsse ihnen Zeit geben, um sich behutsam zu entwickeln.

[person_box=13777][/person_box]

Exemplare wie Max Meyer und Leon Goretzka scheinen aktuell gut damit klarzukommen, dass der Linksaußen nicht mehr da ist, die Jungs-Nationalspieler übernehmen Verantwortung und treten aus Draxlers Schatten mehr und mehr heraus. Ein anderer schreibt aktuell aber die Schlagzeilen: Leroy Sané!

Sein Treffer zum 2:0-Sieg am Mittwochabend gegen Frankfurt hinterließ ungläubiges Staunen. Rotzfrech ließ er zwei Gegenspieler stehen, spielte aber nicht auf die besser postierten Goretzka oder Klaas-Jan Huntelaar ab, sondern vollendete selber. "Das hat er zwar zweifelsohne toll gemacht, letztendlich hat er aber auch nur einen Gegner und dann den Torhüter ausgespielt. Das passiert doch oft in der Bundesliga", bemerkte Breitenreiter am Freitag. "Ich finde, dass das Tor viel zu groß gemacht wird."

Diese Worte passen ins Bild des Trainers, der den aufkommenden Hype um Sané so gut es geht vermeiden will. Schon nach dem Spiel in Stuttgart rüffelte er den 19-Jährigen. Er habe kein gutes Spiel gemacht, befand der Linienchef - obschon der Junge aus Wattenscheid auch dort getroffen hatte. Immerhin: "Klar im Kopf" sei der Offensiv-Allrounder - die Voraussetzungen, dass der Angreifer nicht abhebt, um dann umso jäher abzustürzen, sind also gegeben.

Er ist zur Zeit in bestechender Form
Breitenreiter über Fährmann

Auch für Joel Matip, den anderen Mann der Stunde bei den Königsblauen, hatte Breitenreiter vor der Partie beim Hamburger SV am Samstagabend (18.30 Uhr, Volksparkstadion) kein Sonderlob übrig. Einen anderen Spieler hob er hingegen doch hervor: [person=1426]Ralf Fährmann[/person]. "Er ist zur Zeit in bestechender Form", lobte "Breite" seinen Keeper, der zur Zeit tatsächlich ein Sieggarant ist. Mit seinen fast 27 Jahren - am Sonntag feiert Fährmann Geburtstag - und seiner Bierruhe könnte "Ralle" jeglichen Wirbel auch bestens aushalten. Selbst nach Weltklasse-Leistungen ist Schalkes Nummer eins stets bescheiden geblieben.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren