Schalke-Boss Clemens Tönnies will sich in der Öffentlichkeit etwas rarer machen.

S04-Boss Tönnies

"Mein Eindruck ist sehr positiv"

14. Juli 2015, 12:31 Uhr
Foto: Redemann

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Schalke-Boss Clemens Tönnies will sich in der Öffentlichkeit etwas rarer machen.

Bei seinem Kurzbesuch im Traininslager in Velden am Wörthersee in Kärnten, stand der S04-Aufsichstratsvorsitzende der Presse aber trotzdem für ein paar Fragen zur Verfügung.
Clemens Tönnies, wie ist Ihr Eindruck von der Arbeit im Trainingslager?
Zunächst mal sind das Umfeld und die Bedingungen klasse. Wir sind hier im Wald, die Fans sind dabei und zeigen eine sehr gute Resonanz. Es wird sehr konsequent trainiert, der Trainer macht einen sehr guten Eindruck - und die Mannschaft ist, obwohl sie hart trainiert, gut drauf. Mein Eindruck ist also sehr positiv.

Können Sie das an einem Beispiel konkretisieren?
Mir gefällt die Konsequenz von André Breitenreiter und seinem Team. Er trainiert alles im Detail und achtet sehr auf Kleinigkeiten. Wir haben eine neue Technik eingeführt, die er auch intensiv nutzt. Das gefällt mir gut.

Es heißt, dass er so den Spagat zwischen kumpelhaftem Auftreten und der erforderlichen Autorität gut hinbekommt.
Ja, er ist sehr konsequent. Diese Konsequenz mündet dann in Autorität und in Anerkennung. Das ist ein großes Plus des Trainers. Hinzu kommt ein gutes Miteinander, das merkt man beim Essen oder wenn man so privat beieinander ist. Das ist gar kein Spagat, das kann er einfach.

Haben intensiv besprochen, wie wir die Mannschaft sehen
Der Sportbeirat hat bereits zum ersten Mal getagt

Ein großer Teil des neuen "Sportlichen Beirats" ist hier vor Ort. Warum?
Wir haben den Beirat ja bewusst ins Leben gerufen, um die Sportkompetenz im Aufsichtsrat zu stärken und ihn als Bindeglied zwischen Management und Aufsichtsrat installiert. Huub Stevens, Ebbe Sand und ich haben gestern intensiv mit Manager Horst Heldt und Trainer André Breitenreiter gesprochen, wie wir die Mannschaft sehen, wie man sie verstärken könnte, Zugänge und Abgänge diskutiert. Da wächst etwas heran, das ist eine gute Sache.

Haben Huub Stevens und Ebbe Sand auch ihr Telefonbuch mitgebracht?
Das Netzwerk eines jeden hilft, das ist doch klar. Aber auch der Austausch der Meinungen insgesamt ist wichtig.

Haben sich aus diesen Gesprächen nun Änderungen in den bisherigen Planungen ergeben?
Nein, die Planung wird so laufen, wie wir sie mit Horst Heldt vorbesprochen haben. Er ist in der Umsetzung. Ich nenne das immer "Handel und Wandel". Es werden welche kommen und welche gehen, der Manager ist gefragt, das umzusetzen.

Im Audi-Startalk sprachen Sie vom Ziel "Champions League". Andere Köpfe im Verein haben keine konkreten Ziele ausgegeben. Wie sehen Sie das?
Es gibt nur gemeinsame Ziele bei Schalke. Wir sagen: "Wir wollen oben mitspielen." Wir haben einen neuen Trainer, beziehungsweise ein neues Trainerteam auf Schalke, das einen sehr guten Eindruck macht, deshalb glaube ich, dass wir unsere Ziele auch erreichen. Aber ich möchte sie auch nicht manifestieren.

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