Florian Abel trägt vielleicht den bekanntesten Namen der Uerdinger Neuzugänge.

Florian Abel

"Uerdingen ist meine letzte Chance"

Krystian Wozniak
10. Juli 2015, 09:37 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Florian Abel trägt vielleicht den bekanntesten Namen der Uerdinger Neuzugänge.

Der 25-Jährige kann immerhin auf zwölf Drittliga-Einsätze (ein Tor) für Rot-Weiß Oberhausen verweisen und hat auch schon 55 Regionalligaspiele (fünf Treffer) bestritten. Doch in der jüngsten Vergangenheit war der gebürtige Oberhausener nicht mehr sonderlich erfolgreich. In der abgelaufenen Saison kam [person=4074]Abel[/person], der sich auf der Zehner-Position am liebsten sieht, nicht über drei Kurzeinsätze für Alemannia Aachen hinaus.

RevierSport sprach mit dem ehemaligen Wuppertaler über die verkorkste Saison in Aachen, seine Ziele beim KFC und über den Grund, warum er bei seinen Stationen immer Traditionsvereine bevorzugte.

Florian Abel, Sie haben in der abgelaufenen Serie gerade einmal 50 Minuten in der Regionalliga gespielt. Warum?
Das war wirklich eine Spielzeit zum Vergessen. Ich wurde vom damaligen Alemannia-Manager Uwe Scherr geholt, der nach kurzer Zeit seinen Rücktritt erklärte. Dann kam Peter Schubert als Trainer und irgendwie konnten wir keinen gemeinsamen Nenner finden. Unter Schubert spürte ich nie das Vertrauen, das man als Spieler benötigt. Zudem zog ich mir einen doppelten Bänderriss zu. Später folgte noch ein Knorpelschaden mit einer Pause von elf Wochen. Ich will aber eigentlich nicht mehr zurückblicken, sondern nur noch in die Zukunft.

Im August werden Sie 26 Jahre alt. Überlegt man in so einer schlechten Phase wie in Aachen auch schonmal, was man neben dem Fußball oder nach der Karriere machen könnte?
Natürlich kommen einem solche Gedanken. Ich weiß auch, dass Uerdingen wohl meine letzte Chance ist. Aktuell lebe ich noch vom Fußball und kann mich als Profi bezeichnen. Doch jetzt ist auch die Zeit gekommen, um durchzustarten. Das will ich gemeinsam mit dem KFC realisieren.

Also mussten Sie nicht lange beim Angebot des KFC überlegen?
Nein. Michael Boris wollte mich schon nach Siegen und Lotte holen. Es ist einfach schön, wenn ein Trainer ein Faible für dich hat, an deine Stärken glaubt und dir vertraut. Das spüre ich bei Herrn Boris und das tut richtig gut. Dieses Vertrauen will ich mit guten Leistungen zurückzahlen und die KFC-Fans so oft es nur geht in guter Laune sehen.

Das Ziel lautet Aufstieg. Verspüren Sie im Umfeld irgendeinen Druck?
Nein, weil wir alle dieses Ziel haben und uns voll damit identifizieren - egal ob Klub-Verantwortliche, Mannschaft oder Fans: Wir wollen alle hoch! Eigentlich wollte ich unterhalb der Regionalliga nicht mehr spielen. Aber der KFC ist kein normaler Oberligist. Deshalb habe ich hier unterschrieben. Manchmal ist es besser, einen Schritt zurückzugehen, um dann wieder zwei vorwärts zu machen.

Autor: Krystian Wozniak

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